Unsere Projektreisen
von Autorin Carla Giuseppina Magnanimo und Autor_Susanne Stocker
20 Jahre im Einsatz für Kinder
Seit 2006 setzen wir uns unermüdlich für die Rechte und das Wohlergehen von Kindern auf der ganzen Welt ein. Mit mehr als 75 Millionen Euro unterstützte die Stiftung in den vergangenen 20 Jahren UNICEF-Projekte auf der ganzen Welt. Die Bilder nehmen Sie mit in verschiedene Projektländer und zeigen, was Ihre Spenden bewirken.
Senegal
2011 reisten wir in den Senegal, um uns Projekte zu den wichtigen Themen Mädchenbeschneidung und Bildung anzusehen. In Soudiane lernten wir Salimata Jallow mit ihren Kindern kennen. Als Kind musste sie miterleben, wie ihre Schwester nach der Beschneidung verblutete - ihre Töchter lies sie nicht mehr beschneiden.
Die senegalesische Organisation "Tostan" leistet seit den 1990er Jahren Aufklärungs- und Bildungsarbeit in Afrika. Ein Schwerpunkt ist die Abschaffung der Genitalverstümmelung. Mit Erfolg: Tausende Dörfer im Senegal haben sich von der gefährlichen Tradition verabschiedet.

Bild 1 von 2 | Das Dorf war eines der ersten, das die gefährliche Praxis beendete. Ein Erfolg der Organisation "Tostan", die eng mit UNICEF zusammenarbeitet und deren Arbeit wir vor Ort kennenlernten.
© UNICEF/UNI282227/Zimmermann
Bild 2 von 2 | Gemeinsam mit beispielsweise Ex-Beschneiderinnen wie Biratou Traore geht die Organisation von Dorf zu Dorf und schafft ein Bewusstsein für den Schaden, den diese Tradition anrichtet.
© UNICEF/UNI282230/Zimmermann
Burundi
2013 führte uns unsere Arbeit nach Burundi, wo wir innovativen und inspirierenden Menschen und Projekten begegneten. Zum Beispiel Antoinette Ahinkuye, die uns begeistert ihre Lampe präsentierte, die einem Pilotprojekt mit UNICEF entstammt und Stirnlampen ähnelt.

Bild 1 von 3 | 2013 waren nur drei Prozent der Bevölkerung Burundis ans Stromnetz angeschlossen, Kerzen sehr teuer. Gemeinsam mit den Einwohnern wurden die Lampen für das Pilotprojekt entwickelt.
© UNICEF/UNI279158/Berger
Bild 2 von 3 | Bis zu fünf Lampen können über einen Tret-Generator aufgeladen werden. Damit können Kinder auch noch abends lernen, Hinausgehen in der Dunkelheit wird sicherer.
© UNICEF/UNI279163/Berger
Bild 3 von 3 | Ein weiteres Pilotprojekt: "Digital Drum". Ein Lernzentrum, das besonders benachteiligte Kinder fördert. An solarbetriebenen Computern lernen Kinder mit Sozialarbeitern, erhalten eine warme Mahlzeit und regelmäßig medizinische Versorgung.
© United Internet for UNICEF
Demokratische Republik Kongo
Ebenfalls 2013 führte uns unser Weg erstmals in die Demokratische Republik Kongo. Der jahrelange Krieg hatte tiefe Wunden in die Gesellschaft gerissen: Vergewaltigung als Kriegswaffe und der Missbrauch von Kindern als Soldaten haben unvorstellbares Leid verursacht.
Seit 2002 ist UNICEF im Kongo im Einsatz, um die Rekrutierung von Minderjährigen zu beenden, Kindersoldaten und Kindersoldatinnen freizulassen und ihnen dabei zu helfen, ein neues, ziviles Leben anzufangen. Der Weg zurück in ein normales Leben ist sehr schwer. Oft sind sie traumatisiert von dem, was sie erlebt haben – und selbst tun mussten.

Bild 1 von 2 | Gemeinsam mit UNICEF bringen wir Kinder und Jugendliche wieder in die Schule oder ihnen durch praktische Kurse Arbeitsmöglichkeiten nahe – damit sie bei nächster Gelegenheit und aus Mangel an Alternativen nicht erneut rekrutiert werden.
© Seck/UNICEF
Bild 2 von 2 | Ehemalige Kindersoldaten werden in speziellen Zentren betreut, können mit psychologisch geschultem Personal über ihre grausamen Erlebnisse sprechen. Das Ziel: Die Rückkehr zu ihren Familien und in ein möglichst normales Leben.
© UNICEF/Seck
Südsudan
2014 lag ein Fokus unserer Arbeit auf dem Südsudan. Im Dezember 2013 war ein Konflikt zwischen dem amtierenden Präsidenten und seinem Stellvertreter brutal eskaliert und hatte die Ethnien Dinka und Nuer in einen Strudel der Gewalt gerissen. Über 10.000 Menschen starben, mehr als 1,3 Millionen Menschen wurden aus ihren Dörfern vertrieben.

Bild 1 von 2 | Die Auswirkungen des brutalen Konflikts auf Kinder waren verheerend: Über 55.000 Mädchen und Jungen waren mangelernährt, Krankheiten wie Cholera schutzlos ausgeliefert.
© UNICEF/Adriane Ohanesian
Bild 2 von 2 | Auf der Flucht vor den Kämpfen suchten Tausende Schutz in Camps, wo UNICEF sie medizinisch betreute und versuchte, ihnen ein Stück Kindheit zurückzugeben.
© UNICEF/UNI265076/Ohanesian
Nepal
2015 forderte das bisher schwerste Erdbeben in der Geschichte Nepals fast 9.000 Todesopfer, zerstörte mehr als 600.000 Häuser völlig, verwüstete oder beschädigte über 4.500 Schulen und 700 Gesundheitseinrichtungen.

Bild 1 von 3 | Das Obdachlosenlager Chucchepati in Kathmandu bot Tausenden Menschen einen ersten Zufluchtsort. Eine besondere Gefahr, die Kindern nach dem Erdbeben drohte, war Kinderhandel.
© UNICEF/UN0388287/Shrestha
Bild 2 von 3 | Durch geschlossene Schulen und erhöhte Armutsrate stieg das Risiko, als billige Haushaltshilfe oder gar Prostituierte verschleppt zu werden. Mit UNICEF finanzierten wir Projekte zum Schutz der Kinder und Wiederaufbau von Schulen.
© UNICEF/UN0388336/Shrestha
Bild 3 von 3 | Weitere Schwerpunkte waren der Schutz der Bevölkerung vor dem nahenden Winter, die Sicherstellung der medizinischen Versorgung, um Krankheiten wie Cholera einzudämmen und Programmen, die die finanzielle Situation der Familien verbesserten.
© UNICEF
Philippinen
Am 7. November 2013 suchte einer der vernichtendsten Stürme der Geschichte die Philippinen heim: der Taifun Haiyan. Innerhalb kurzer Zeit konnte unsere Stiftung sieben Millionen Euro für die Menschen in Not sammeln.

Bild 1 von 2 | Mehr als 14 Millionen Menschen waren von der Naturkatastrophe betroffen – davon sieben Millionen Kinder. 2016 besuchte unsere Vorständin Tessa Page die Philippinen, um sich ein Bild vom Einsatz der Spenden zu machen.
© UNICEF/UNI153654/Maitem
Bild 2 von 2 | Direkt nach der Katastrophe waren beispielsweise eine schnelle Trinkwasserversorgung und medizinische Hilfe gefragt. Aber auch in Bildungsprogramme für Kinder und Jugendliche sowie neue Evakuierungszentren wurde investiert.
© UNICEF
Malawi
2016 traf das Klimaphänomen El Niño Afrika mit voller Wucht. Dabei wechseln sich extreme Trockenheit und sintflutartige Regenfälle ab und führen zu Ernteausfällen. 26,5 Millionen Kinder litten unter Hunger, Wassermangel und Krankheiten. Malawi war besonders schwer getroffen, denn knapp 80 Prozent der Bevölkerung sind abhängig von kleinbäuerlicher Landwirtschaft.

Bild 1 von 3 | Durch Ernteausfälle und Wassermangel wurden Lebensmittel noch knapper. Eine besondere Gefahr für Neugeborene und Kleinkinder: Sie verlieren sehr schnell an Gewicht, wenn sie nicht ausreichend essen und sind dann anfälliger für tödliche Krankheiten.
© UNICEF
Bild 2 von 3 | Neben der Gesundheitsversorgung und dem Kampf gegen Mangelernährung, spielten die "Social Cash Transfer Programme" eine große Rolle. Dabei erhielten extrem arme Haushalte kleine Geldbeträge, die sie einsetzen konnten, wo es gerade am Nötigsten war.
© UNICEF
Bild 3 von 3 | Durch diese Programme konnten viele Kinder auch wieder zur Schule gehen. Denn durch die finanzielle Unterstützung müssen die Kinder nicht für den Lebensunterhalt der Familie mitarbeiten und die Eltern können sich Schulmaterialien wieder leisten.
© UNICEF
Bangladesch
2017 legten wir einen Fokus unserer Arbeit auf Bangladesch und Projekte gegen Kinderarbeit und Kinderehen. Allein in Bangladesch mussten zum damaligen Zeitpunkt sechs Millionen Kinder arbeiten, hatten die Schule entweder verlassen oder waren nie eingeschrieben.

Bild 1 von 2 | Mit Projekten wie dem "Livelihood Skill Training" erhalten Kinder eine Ausbildung, die ihnen eine Zukunftsperspektive schenkt. Ein unverzichtbarer Aspekt: die Bildung von Mädchen. Denn die Zahl der Kinderehen gehört zu den weltweit höchsten.
© UI for UNICEF
Bild 2 von 2 | Bildung ist ein wichtiger Aspekt im Kampf gegen Kinderehen, die durch soziale Normen, Armut sowie Traditionen begünstigt werden. Verschiedene Programme von UNICEF sind darauf ausgelegt, dies zu beenden - im engen Dialog mit allen Beteiligten.
© UI for UNICEF
Demokratische Republik Kongo
2018 führte uns unser Weg erneut in die Demokratische Republik Kongo. Die Region Kasai war jahrzehntelang friedlich, bis politische Spannungen sich zu einem gewaltsamen Konflikt ausweiteten. Hunderttausende Menschen mussten fliehen und alles zurücklassen.

Bild 1 von 2 | Viele Familien versteckten sich über Monate im Buschland, hatten kaum Wasser, Essen oder Schutz. Dadurch wurde schwere akute Mangelernährung in der Region ein großes Problem, Hunderttausende Kinder waren betroffen und auf Spezialnahrung angewiesen.
© Tessa Page
Bild 2 von 2 | Mindestens 60 Prozent der bewaffneten Gruppen im Kasai bestanden aus Kindern; oft missbraucht als Sexsklaven oder als Puffer in vorderster Kampfreihe. In speziellen Zentren erhalten sie nach der Befreiuung medizinische und psychologische Betreuung.
© Susanne Stocker
Mosambik
Er war der stärkste Zyklon in der Geschichte Mosambiks. Als Kenneth am Abend des 25. April 2019 auf die Nord-Küste des Landes traf, war es die zweite Katastrophe innerhalb weniger Wochen. Zuvor hatte bereits Zyklon Idai in der Mitte des Landes für Tod und Verwüstung gesorgt.

Bild 1 von 3 | Hunderte Menschen starben durch die Zyklone. Zahlreiche Dörfer und Tausende Familienunterkünfte wurden völlig zerstört, ganze Regionen durch die starken Regenfälle überschwemmt und Ernten komplett vernichtet.
© UNICEF/Claudia Berger
Bild 2 von 3 | Nach der Katastrophe half UNICEF auch mit "kinderfreundlichen Orten", in denen Kinder betreut werden und psychosoziale Unterstützung bekommen. Neben dem Wiederaufbau von Schulen unterstützten Ihre Spenden auch dabei, dass Mädchen und Jungen ...
© UNICEF/Claudia Berger
Bild 3 von 3 | ... gegen Mangelernährung behandelt wurden und die Gesundheitsversorgung wiederhergestellt werden konnte. Dank Ihrer Spenden wurden beispielsweise 900.000 Menschen in kurzer Zeit gegen Cholera geimpft und eine weitere Katastrophe verhindert.
© UNICEF/Claudia Berger
Äthiopien
2022 gab es in vielen Teilen Äthiopiens eine der schlimmsten Dürren der letzten 40 Jahre. Zahlreiche Menschen sind in Auffanglager geflüchtet, da sie Zuhause nicht mehr überleben konnten. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden von UNICEF Deutschland, Georg Graf Waldersee, konnten wir uns im Distrikt Borena ein Bild der Lage machen, mit von der Dürre betroffenen Menschen sprechen und verstehen, wie die Spendengelder eingesetzt werden.

Bild 1 von 4 | Viele Familien sind vor der Dürre geflohen, da sie auf ihrem Land kaum noch ertragreiche Ernten hatten und ihr Überleben gefährdet war. Auch Wassermangel ist ein Problem. Besonders für Kleinkinder ist dies eine gefährliche Gemengelage, da sie durch zu wenig Nahrung schnell mangelernährt sind und anfällig für Krankheiten, beispielsweise durch verschmutzes Wasser. Bei unserer Reise konnten wir mit einigen der betroffenen Menschen sprechen und mehr über ihre Lage erfahren.
© UNICEF/UN0732800/Ayene
Bild 2 von 4 | Tessa Page im Gespräch mit Dhabo Dulecha bei einem Besuch des Vertriebenencamps in Äthiopien. Dhabo wurde durch die Dürre aus ihrem Zuhause vertrieben und lebt nun mit ihrem Kind im Camp. Ihr Kind wurde von UNICEF-Teams gegen Mangelernährung behandelt. Dhabo ist eine von Tausenden die durch die schwere Dürre in der Oromia-Region vertrieben wurde.
© UNICEF/UN0724770/Ayene
Bild 3 von 4 | Der 8 Monate alten Latu Doyo wird im Dubuluk Gesundheitszentrum der Oberarmumfang gemessen, um den Grad ihrer Mangelernährung zu prüfen. Sie wird bereits seit einiger Zeit behandelt und erholt sich gut. Mit der von UNICEF unterstützen Kampagne "Find and treat" konnten bereits zahlreiche Kinder gegen gefährliche Mangelernährung behandelt werden.
© UNICEF/UN0724758/Ayene
Bild 4 von 4 | Tessa Page in einer Schule, in der Kinder und Jugendliche aus dem Vertriebenencamp unterrichtet werden. Bildung ist ein wichtiger Aspekt im Leben der Kinder, da diese für ihre Zukunft entscheidend ist. Zudem sind Schulen Zufluchtsorte für Kinder, wo sie mit Gleichaltrigen lernen und spielen können. Zudem ist die Schule ein entscheidender Faktor, damit sie nicht arbeiten gehen müssen.
© UNICEF/UN0724802/Ayene
Madagaskar
Im September 2024 reisten wir in den Süden Madagaskars, wo der Klimawandel bereits große Auswirkungen zeigt. Doch innovative Projekte von UNICEF zeigen bereits große Wirkung: Beispielsweise in so genannten Ecovillages organisieren sich die Menschen gemeinsam, um resilient gegen die Veränderungen im Klima zu sein. Auch Bildung ist ein wichtiger Faktor, der von UNICEF unterstützt wird.

Bild 1 von 4 | Bei unserem Schulbesuch im Süden Madagaskars konnten wir mit Schülerinnen und Schülern sowie dem Lehrpersonal sprechen und erfahren, welche Maßnahmen hier ergriffen werden um Kinder in der Schule zu halten und ihnen das Lernen möglichst angenehm zu gestalten. Viele Familien in Madagaskar sind so arm, dass ihre Kinder ebenfalls zum Haushaltseinkommen beitragen und arbeiten müssen. Die Schulbildung fälllt dabei leider oft hintenüber.
© UNICEF/UNI658431/Andrianantenaina
Bild 2 von 4 | Der Junge Zafia und seine Mutter vor ihrem Haus im Süden Madagaskars. Zafia hilft seiner Mutter bei der Arbeit auf den Feldern und im Haus, doch er freut sich dank des von UNICEF unterstützen Ecovillages wieder zur Schule gehen zu können.
© UNICEF/UNI658439/Andrianantenaina
Bild 3 von 4 | Sizamena mit ihrer Tochter Sambitano auf dem Arm - das kleine Mädchen verlor nach einer Infektion mit Malaria viel Gewicht. Sizamena bekam Hilfe in einem von UNICEF unterstützen Gesundheitszentrum, nicht weit entfernt von ihrem Haus. Bei unserem Besuch im Ecovillage luf sie uns in ihr Zuhause ein, um über die Situation im Dorf und die Mangelernährung ihrer Tochter zu sprechen.
© UNICEF/UNI658450/Andrianantenaina
Bild 4 von 4 | Die Auswirkungen des Klimawandels sind für viele die in der Landwirtschaft deutlich zu spüren. UNICEF unterstützt Gemeinden dabei, dass sie Zugang zu sauberem Wasser erhalten und so beispielsweise Gemeinschaftsgärten halten können, welche die Bewohnerinnnen und Bewohner verwalten. Am Ende unserer Reise konnten wir einen dieser Gemeinschaftsgärten besuchen und uns mit den anwesenden Menschen über ihre Erfahrungen austauschen.
© UNICEF/UNI658512/Andrianantenaina
Online Editor
Stiftung United Internet for UNICEF