DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - LÄNDERINFORMATION

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© Susanne Stocker

Die Demokratische Republik Kongo ist ein Land, das am Scheideweg steht und sich immensen Herausforderungen gegenüber sieht: Es zählt trotz seines Rohstoffreichtums zu den ärmsten Ländern der Welt. Ethnische Gewalt, Zusammenstöße zwischen Militär und Milizen, Hungerkatastrophen, Ebola und Binnenflüchtlinge beuteln die junge Republik. Über 80 Millionen Menschen leben im Kongo – die meisten von ihnen in absoluter Armut. Es gibt kein funktionierendes Sozialsystem, zu wenig Arbeit und die Gesundheitsversorgung ist sehr schlecht.

Umso wichtiger ist es, dass wir gemeinsam mit UNICEF vor Ort sind und insbesondere den notleidenden Kindern die Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben. Mehr als 13 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, etwa 8 Millionen davon sind Kinder.

Das Land erhält nur wenig finanzielle Unterstützung und gilt als "vergessene" Krisenregion. Im Rahmen eines Notfallprogramms in den betroffenen Gebieten unterstützen wir gemeinsam mit UNICEF die vertriebene Bevölkerung in mehreren Bereichen:


  • Schutz, Behandlung und psychosoziale Unterstützung von Kindern, die von Gewalt betroffen sind sowie von verletzten oder unbegleiteten Kindern.
  • Vertriebene und Rückkehrer werden mit Gesundheits- und Ernährungsmaßnahmen, Bildungsprogrammen sowie Wasser versorgt und beschützt.
  • Impfkampagnen gegen Masern sowie Vorbeugung und Behandlung von Cholera und Malaria.
  • Hilfe für unterernährte Kinder.
  • Temporäre Schulen werden eingerichtet und Kinder mit Schulmaterial ausgestattet. Zudem erhalten Lehrer eine Ausbildung in der Friedenserziehung.

Demokratische Republik Kongo in Zahlen

Hauptstadt: Kinshasa, etwa zehn Millionen Einwohner

Bevölkerung: 78,74 Millionen (2016) mit rund 250 Volksgruppen

Landessprache: Französisch ist Amtssprache, daneben gibt es vier Nationalsprachen und etwa 200 weitere

Religion: in etwa 50 Prozent sind römisch-katholisch, 20 Prozent evangelisch, 10 Prozent kimbanguistisch, 10 Prozent muslimisch und weitere 10 Prozent gehören traditionellen animistischen Religionen an

(Demokratische Republik Kongo in Zahlen, Quelle: Auswärtiges Amt)