
Ebola in Afrika: Kinder vor tödlichem Ebolavirus schützen
Das Wichtigste in Kürze:
- Ebola-Notlage in Afrika: 220 Tote in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda, weitere Länder wie Äthiopien und Kenia sind ebenfalls gefährdet (Stand: 25.05.2026).
- UNICEF hilft vor Ort: Wir liefern Schutzkleidung, Seife und sauberes Wasser, klären in Schulen auf und unterstützen traumatisierte Kinder. Jede Spende hilft, die Ausbreitung zu stoppen.
- Spenden wirken: Transparent und sicher dank DZI-Spendensiegel.
Aktueller Ebola-Ausbruch in Afrika (Demokratische Republik Kongo und Uganda)
Mitte Mai 2026 ist das Ebolavirus in der Demokratischen Republik Kongo sowie dem Nachbarland Uganda ausgebrochen. Laut der WHO (Weltgesundheitsorganisation) gab es bereits über 900 Verdachtsfälle sowie 220 Todesfälle (Stand: 25. Mai 2026). Die WHO hat eine internationale Gesundheitsnotlage ausgerufen. Ebola ist eine lebensgefährliche Viruserkrankung. Kinder sind besonders in Gefahr, denn das Sterberisiko ist für sie noch höher als für Erwachsene. Der jetzige Ebola-Ausbruch ist auf eine sehr seltene Virusvariante zurückzuführen, die Bundibugyo-Variante, gegen die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt.
Unsere Teams sind vor Ort, um Kinder und Familien zu schützen. Wir müssen jetzt dafür sorgen, eine weitere Ausbreitung von Ebola zu verhindern, und Kinder vor dieser gnadenlosen Krankheit schützen. Dafür brauchen wir dringend Spenden. Danke für Ihre Unterstützung!

Mai 2026: Eine UNICEF-Mitarbeiterin in der Demokratischen Republik Kongo zeigt Kindern ein Poster mit Hygieneschutz-Maßnahmen gegen Ebola.
© UNICEF/UNI878245/BadimuSo helfen wir Kindern in den von Ebola betroffenen Regionen Afrikas
Wir von UNICEF helfen den Kindern in Afrika im Kampf gegen die lebensbedrohliche Ebolaerkrankung: zum Beispiel mit sauberem Wasser, Hygienematerial, medizinischen Hilfsgütern, Aufklärung in Schulen und Gemeinden sowie mit psychosozialer Unterstützung. Wir sind in den betroffenen Ländern Afrikas weiter vor Ort und helfen den Kindern und Familien, die uns brauchen.
Nothilfe: Wir bringen mit Frachtflugzeugen Hilfsgüter in die Ebolaregionen und weiter zu den dortigen Behandlungszentren, darunter medizinische Hilfsgüter wie Schutzkleidung und Fieberthermometer.
Wasser & Hygiene: Wir liefern sauberes Wasser sowie andere Hygiene-Hilfsgüter wie Eimer und Seife und installieren auch mobile Händewaschstationen für Kinder.
Aufklärungsarbeit: Wir klären Kinder in Schulen darüber auf, was Ebola ist, wann eine Ansteckung mit der Krankheit droht und vor allem: wie sie sich schützen können. Wir schulen auch Lehrer*innen und freiwillige Helfer*innen und führen Aufklärungskampagnen in Dörfern durch.
Kommunikation: Wir arbeiten in den Gemeinden und Dörfern mit verschiedenen Partnerorganisationen daran, die Ebola-Überlebenden besser in die Gemeinschaft zu integrieren. Sie dürfen nicht weiter ausgegrenzt werden!
Psychosoziale Unterstützung: Die Kinder haben viele Fragen rund um Ebola auf dem Herzen, die wir ihnen so gut wie möglich beantworten. Unsere Sozialarbeiter*innen kümmern sich auch um Ebolawaisen oder unbegleitete Kinder.

Bild 1 von 5 | Händewaschen ist eine der wirksamsten Methoden, sich vor Ebola zu schützen. Viele Kinder in Afrika lernen diese Vorsichtsmaßnahme in der Schule oder bei Aufklärungskampagnen in ihren Dörfern. In akuten Phasen kann man so die weitere Ausbreitung von Ebola stoppen.
© UNICEF/UNI993122/Ndomba
Bild 2 von 5 | Sind noch genug Handschuhe, Hygienesets und Schutzanzüge vorhanden? Ein Mitarbeiter überprüft vor Ort die Bestände eines unserer Warenlager.
© UNICEF/UN0228760/Naftalin
Bild 3 von 5 | Eine gute Hygiene ist das Wichtigste, was man tun kann, um sich nicht mit dem Ebolavirus anzustecken. Wir liefern das nötige Equipment und erklären den Kindern, auf was sie achten müssen.
© UNICEF/UN0271326/Tremeau
Bild 4 von 5 | Der dreizehnjährige Francis aus Sierra Leone hat beide Eltern an Ebola verloren. Nach dem Tod seiner Eltern hat UNICEF ihn betreut.
© UNICEF Sierra Leone/2014/Dunlop
Bild 5 von 5 | So sieht eines der Informationsplakate aus. Was man tun sollte und was besser nicht: Nahrung gut durchkochen und bei Krankheitsanzeichen zum Arzt gehen. Keine Toten anfassen oder mit Affen spielen. Selbst diejeniegen, die nicht lesen können, verstehen, was gemeint ist.
© UNICEF/NYHQ2014-1028/Lumeh
Hintergrundinformationen
Ebola ist ein lebensgefährliches Virus, das hochinfektiös ist und sich rasend schnell verbreiten kann. Ein erschreckend großer Teil der Infizierten stirbt an der Krankheit. Der Ebolaerreger überträgt sich zum Beispiel durch Anhusten, über Speichel, Urin und andere Körperflüssigkeiten. Kinder sind von der gefährlichen Krankheit besonders bedroht: Sie stecken sich leicht an, da sie sich oft unbefangen bewegen. Wer an Ebola erkrankt, bekommt hohes Fieber, Durchfall, Muskelschmerzen und Blutungen. Besonders gefährlich ist das Virus in Regionen, in denen die Menschen keinen Zugang zu Wasser und Seife und zu medizinischer Versorgung haben. Dann kann ein Ebola-Ausbruch noch schwerer eingedämmt werden.
Mittlerweile wurden zwei hochwirksame Impfstoffe gegen Ebola entwickelt, die zugelassen sind und bei vergangenen Ebola-Ausbrüchen bereits erfolgreich eingesetzt wurden. Sie wirken jedoch nicht gegen jede Variante des Ebolavirus. Gegen die im Mai 2026 ausgebrochene Bundibugyo-Variante des Ebolavirus zum Beispiel wirken die Impfstoffe nicht.
Kinder sind besonders anfällig für das Ebolavirus und haben ein höheres Sterberisiko als Erwachsene. An Ebola erkrankte Kinder brauchen daher schnelle medizinische Nothilfe. In spezialisierten Behandlungszentren müssen sie direkt nach dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen behandelt werden. UNICEF unterstützt diese Behandlungszentren und lokalen Gesundheitsstationen mit Schutzkleidung (Anzüge, Handschuhe, Masken) und weiteren medizinischen Hilfsgütern. Wir verteilen auch Seife und Desinfektionsmittel. Außerdem klären wir Kinder in Schulen über Hygiene und Schutzmaßnahmen auf.
Die Kinder leiden zudem unter den Folgen der Ebola-Ausbrüche, zum Beispiel unter Schulschließungen, Traumata oder dem Verlust von Eltern und Angehörigen. Unsere psychosoziale Hilfe unterstützt betroffene Kinder, ihre Ängste und das Erlebte zu bewältigen.
Viele Kinder werden außerdem bei einem Ebola-Ausbruch noch immer ausgegrenzt und gemieden, zum Beispiel, wenn Angehörige an Ebola gestorben sind oder sie selbst Ebola überlebt haben. Denn noch immer gibt es viele Vorurteile gegenüber der Krankheit. Wir klären daher in Gemeinden über die Erkrankung auf, damit alle über Ebola Bescheid wissen – über Ansteckungswege, Symptome und wie sie sich schützen können.
Wir von UNICEF setzen uns auch dafür ein, dass Kinder während einer Ebolakrise sicher zur Schule gehen können. Mit unserer Arbeit im Kampf gegen Ebola geben wir Kindern Hoffnung und Perspektive.
Ebola kann sich innerhalb weniger Wochen von einem lokalen Ausbruch zu einer regionalen Krise entwickeln – besonders in dicht besiedelten Gebieten, Ländern mit viel Grenzverkehr oder Regionen mit schwachem Gesundheitssystem. Das Virus wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Schnelle Gegenmaßnahmen wie Aufklärung, Impfungen, Hygienemaßnahmen und die Isolation und Behandlung von infizierten Menschen sind entscheidend, um die Ausbreitung schnell zu stoppen.
Ein Ebola-Ausbruch beginnt in der Regel so, dass das Virus von einem einzelnen infizierten Tier (zum Beispiel einer Fledermaus) zu einem Menschen überspringt. Das passiert besonders leicht in Gebieten, in denen Menschen engen Kontakt zu Wildtieren haben. Von einer ersten infizierten Person kann sich das Virus anschließend schnell über Körperflüssigkeiten von Mensch zu Mensch weiterverbreiten.
Ebola-Ausbrüche entstehen außerdem oft in Regionen mit schwachen Gesundheitssystemen. Ebolainfektionen werden in diesen Regionen oft erst spät erkannt, zum Beispiel erst Wochen nach dem ersten Auftreten. Ein frühes Stoppen der Infektionsketten ist aber entscheidend bei Ebola. Teilweise fehlt es dem medizinischen Personal auch an Schutzkleidung, um Ansteckungen zu verhindern, oder es gibt nicht genug Seife und andere Hygieneartikel. Manchmal mangelt es auch an Behandlungszentren, in denen Infizierte oder Ebola-Verdachtsfälle isoliert werden können.
Konflikte, Vertreibung und Armut begünstigen zudem die Ausbreitung des Ebolavirus.
Seit der Entdeckung von Ebola 1976 in Afrika hat das Virus tausende Leben gefordert. Die größten Ausbrüche gab es 2014 bis 2016 in Westafrika (über 11.000 Tote) und 2018 bis 2020 in der Demokratischen Republik Kongo (über 2.200 Tote). Die Opferzahlen zeigen die verheerende Wirkung. Auch Kinder sind bei Ebola-Ausbrüchen stark betroffen: Viele infizieren sich, andere verlieren Eltern oder Geschwister.
Das Ebolavirus macht vor Grenzen keinen Halt. Bei jedem Ebola-Ausbruch sind auch die Menschen in den Nachbarländern in Gefahr. Der Pendelverkehr von Menschen in Grenzregionen sowie Fluchtbewegungen größerer Bevölkerungsgruppen in Konfliktregionen machen die Eindämmung des Ebolavirus sehr schwer.
So breitete sich zum Beispiel das Virus bei den vergangenen Ebola-Ausbrüchen in der Demokratischen Republik Kongo bis nach Uganda aus. Beim aktuellen Ebola-Ausbruch ist es ähnlich: Zwar wurden die Ebolafälle bisher ausschließlich aus der Demokratischen Republik Kongo (dort vor allem in der Provinz Ituri) und Uganda gemeldet. Doch laut der Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (Africa CDC) sind zehn weitere Länder in Afrika ebenfalls gefährdet: Demnach könnte das Virus auch in den Nachbarländern Angola, Burundi, der Republik Kongo, Ruanda, Sambia, Südsudan, Tansania und der Zentralafrikanischen Republik sowie in den Ländern Äthiopien und Kenia auftreten (Stand: 27. Mai 2026).
Ebola lässt sich durch einfache, aber konsequente Maßnahmen verhindern: So ist das Händewaschen mit Seife ein sehr wirksamer Schutz. Außerdem müssen Menschen in den betroffenen Regionen den Kontakt mit Körperflüssigkeiten Erkrankter unbedingt vermeiden (zum Beispiel mit Blut, Schweiß, Speichel).
Ferner müssen sie darauf verzichten, Wildtierfleisch zu essen, weil es kontaminiert sein könnte. Und: Es ist wichtig, bei Verdacht auf Ebola sofort eine Gesundheitsstation aufzusuchen – denn eine frühe Behandlung rettet Leben. UNICEF unterstützt mit Aufklärung, sauberem Wasser und Impfkampagnen, um Kinder zu schützen und Ausbrüche so schnell wie möglich einzudämmen.
Warum UNICEF?
Ihre Spende ermöglicht uns, Kinderleben zu verändern – mit Impfungen und Medikamenten gegen lebensbedrohliche Krankheiten, mit therapeutischer Nahrung, mit Zugang zu sauberem Trinkwasser, Bildung und weiteren Angeboten, die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen. Sie spenden, damit Kinder wie Noor und Ashadia in Bangladesch dringend benötigte Impfungen bekommen, sauberes Trinkwasser haben und regelmäßig zur Schule gehen können.
Seit 1946 setzen sich die Helfer*innen von UNICEF für Kinder in Not ein – mittlerweile in mehr als 190 Ländern auf der ganzen Welt. Unabhängig von Herkunft, Hautfarbe und Religion setzen wir uns für die Rechte von Kindern ein und unterstützen Kinder in Not. Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und Organisationen erreichen wir die Kinder schnell und können nachhaltig helfen.
UNICEF gibt es seit 80 Jahren. Im Laufe unserer Arbeit als Hilfsorganisation haben wir große logistische Erfahrung und ein weltumspannendes Hilfsnetzwerk aufgebaut. Dazu zählen nicht nur unsere Warenlager mit Hilfsgütern in Kopenhagen und anderen Ländern, sondern auch weit über tausend Mitarbeitende weltweit, die sicherstellen, dass Kinder in Not innerhalb von 72 Stunden Hilfe bekommen – in jedem Winkel der Erde.
Wir halten unsere internen Kosten so gering wie möglich, von Verwaltung über Reisekosten bis hin zu Honoraren und Spendenwerbung. Auf diese Weise können knapp 80 Prozent Ihrer Spende direkt in den Projektländern eingesetzt werden. Den Einsatz von Spenden legen wir in unserem Transparenzportal detailliert offen.
In unserem jährlichen Geschäftsbericht dokumentieren wir genau, wie viele Spenden wir bei UNICEF Deutschland erhalten haben und wie diese eingesetzt worden sind, um notleidenden Kindern weltweit zu helfen. Neben den Ausgaben für unsere Hilfsprojekte können Sie dort auch unsere internen Kosten detailliert nachvollziehen. Unser verantwortungsvoller Umgang mit Spenden wird seit vielen Jahren durch das DZI-Spendensiegel bestätigt.
Gemeinsam helfen verbindet: Die deutsche UNICEF-Gemeinschaft besteht nicht nur aus mehr als 300.000 regelmäßigen Spenderinnen und Spendern, sondern auch aus Hunderttausenden Einzelspenderinnen und -spendern, ehrenamtlich Engagierten in lokalen UNICEF-Gruppen und Prominenten, die sich für UNICEF engagieren. Sie alle tragen dazu bei, Kinderleben zu verändern.