
Madagaskar: Dürre und Hungerkrise – jetzt spenden
Das Wichtigste in Kürze
Anhaltende Dürre und Zyklone haben unzähligen Menschen im Süden Madagaskars ihre Existenzgrundlage genommen – Hunderttausende Kinder und ihre Familien hungern.
Viele Kinder in Madagaskar sterben an den Folgen von Mangelernährung und an Krankheiten, die durch verschmutztes Wasser übertragen werden.
UNICEF ist vor Ort, um mangelernährte Kinder mit therapeutischer Nahrung zu versorgen und den Menschen Zugang zu sicherem Wasser zu ermöglichen – helfen Sie mit Ihrer Spende!
Aktuelle Situation in Madagaskar: Eine halbe Million Kinder vom Hunger bedroht
Die Menschen im Süden Madagaskars hungern. Extremwetterereignisse werden in diesem Teil des Landes immer häufiger: Mehrere Dürrejahre in Folge und eine Reihe schwerer Zyklone haben Häuser und Ackerbauflächen zerstört und Tausende Familien zur Flucht getrieben. Viele Familien essen bereits Heuschrecken oder Kakteen, um zu überleben. Immer häufiger sind die Eltern gezwungen, ihre Kinder aus der Schule zu nehmen, damit sie beim Wasserholen und Sammeln von Nahrungsmitteln helfen können. Weit mehr als eine halbe Million Kinder in Madagaskar sind von Mangelernährung bedroht (Stand: Juni 2025) – so wie das Kleinkind oben im Bild, das in der Region Androy gerade von einer Gemeindehelferin untersucht wird.
Die Zyklone haben auch Krankenhäuser und Gesundheitszentren sowie Brunnen und Wasserleitungen beschädigt, sodass viele Menschen keinen Zugang mehr zu sicherem Trinkwasser haben. Durch verschmutztes Wasser können sich lebensbedrohliche Krankheiten wie Cholera und Malaria schneller ausbreiten. Die mangelernährten Kinder haben diesen Krankheiten kaum etwas entgegenzusetzen: Sie benötigen dringend Medikamente und Impfungen, um zu überleben.
UNICEF ist vor Ort, um die hungernden Kinder mit therapeutischer Nahrung und dringend benötigten Medikamenten zu versorgen. Helfen Sie mit Ihrer Spende – gemeinsam können wir eine Hungersnot verhindern.

Bild 1 von 4 | Viele Mütter in den betroffenen Regionen sind zu stark mangelernährt, um ihre Babys zu stillen. Der zwei Monate alte Kalivin wird im Gemeindezentrum in der Region Androy über eine Nasensonde ernährt, weil er zu schwach ist, um zu trinken.
© UNICEF/UNI839407/Andrianantenaina
Bild 2 von 4 | Mehrere Zyklone haben 2025 große Zerstörung im Süden Madagaskars angerichtet. Viele Familien haben ihre Ernte und ihr Zuhause verloren – wie der 15-jährige Theo, der Material sammelt, um das Dach seines Hauses zu reparieren.
© UNICEF/UNI769216/Andrianantenaina
Bild 3 von 4 | Durch verschmutztes Wasser und fehlende Sanitäranlangen kommt in den Dürreregionen immer wieder zur Krankheitsausbrüchen, etwa von Cholera. Einfache Hygienemaßnahmen, wie diese Wasserflasche zum Händewaschen, an der Latrine des Dorfes, können helfen, Krankheiten einzudämmen.
© UNICEF/UNI839729/Andrianantenaina
Bild 4 von 4 | Im Frühling 2025 haben zwei aufeinanderfolgende Zyklone die Wasserpumpe im Gemeinschaftsgarten von Itampolo im Bezirk Ampanihy zerstört. Die Ernte ist verloren und die Bewohnerinnen wie die 50-jährige Vondraha Masitogne haben nichts mehr zu essen.
© UNICEF/UNI839760/Andrianantenaina
So helfen Sie mit Ihrer Spende Kindern in Madagaskar
So helfen wir den Kindern in Madagaskar
Wir versorgen mangelernährte Kinder mit therapeutischer Nahrung wie Erdnusspaste und Spezialmilch, damit sie wieder zu Kräften kommen. 2025 haben wir 13 mobile Kliniken und 95 Außenstellen eingerichtet, in denen mehr als 46.000 akut mangelernährte Kinder behandelt werden konnten.
Kinder sterben oft nicht an der Mangelernährung selbst, sondern an Krankheiten, denen ihr geschwächter Körper nichts entgegensetzen kann. Um sie zu schützen, impfen unsere Helfer*innen Mädchen und Jungen und behandeln sie gegen Krankheiten wie Durchfall und Malaria. 2025 haben wir hunderttausende Kinder und Schwangere medizinisch unterstützt.
Sauberes Trinkwasser ist elementar, damit Kinder überleben. Unsere Helfer*innen bauen und reparieren Brunnen und bringen Wasser mit Tanklastern zu den Menschen. Insgesamt haben wir 2025 mehr als 28.000 Menschen, darunter 14.776 Kinder, mit Notfallmaßnahmen zur Trinkwasserversorgung erreicht.
Wenn Mangelernährung frühzeitig erkannt wird, ist die Behandlung meist erfolgreich. Gemeinsam mit den lokalen Behörden richten wir Zentren ein, in denen Kinder untersucht und versorgt werden. Unsere Helfer*innen zeigen Müttern und Vätern, wie sie mit einem Maßband am Oberarm ihres Kindes prüfen können, ob ihr Kind unterernährt ist. Zeigt das Maßband Rot, braucht das Kind sofort Hilfe.

Bild 1 von 5 | Die 13 Monate alte Tantarasoa bekommt Erdnusspaste von ihrer Mutter. „Wir haben keine Ernte mehr“, sagt die Bäuerin. „Wir ernähren uns von Wildpflanzen, nur sehr selten bekommen wir Mais.“
© UNICEF/UNI839854/Andrianantenaina
Bild 2 von 5 | UNICEF ist vor Ort in Madagaskar, um Kinder medizinisch zu versorgen und sie gegen lebensbedrohliche Krankheiten zu impfen – wie dieses Kleinkind in der Region Atsimo Andrefana, das gerade eine Polio-Schluckimpfung bekommt.
© UNICEF/UNI839845/Andrianantenaina
Bild 3 von 5 | Sicheres Wasser zum Waschen und Trinken ist lebenswichtig für die Kinder in Madagaskar. UNICEF unterstützt die Wasserversorgung in Dörfern und an Schulen wie hier an der Ankirikirika Grundschule in der Region Anosy.
© UNICEF/UNI907495/Andrianantenaina
Bild 4 von 5 | UNICEF unterstützt Gesundheitsbesuche in lokalen Zentren, bei denen Mütter und Kinder in abgelegenen Gebieten eine grundlegendende Gesundheitsversorgung bekommen. Hier werden die Kinder unter anderem geimpft, auf Malaria getestet und auf Mangelernährung untersucht.
© UNICEF/UNI912526/Andriantsoarana
Bild 5 von 5 | Wird Mangelernährung rechtzeitig erkannt, kann sie meist gut behandelt werden. Die Eltern in der Gemeinde Ambovombe in der Region Adroy haben Testbänder und eine Schulung bekommen, um ihre Kinder zuhause auf Mangelernährung zu untersuchen.
© UNICEF/UNI769039/Andrianantenaina
Hintergrundinfos: Fragen und Antworten zur Hungerkrise im Madagaskar
In Madagaskar sind nach wie vor Millionen von Menschen von Hunger betroffen. Nach aktuellen Schätzungen sind rund 500.000 Kinder akut mangelernährt.
Der Süden des Landes, insbesondere die Regionen Atsimo Andrefana, Androy und Anosy, sind von Extremwetterereignissen wie Dürren, Überschwemmungen und Zyklonen besonders stark betroffen. Der Großteil der Menschen hier lebt von Viehzucht und Ackerbau. Der Klimawandel verstärkt die Armut und den Hunger der Menschen.
Durch den Klimawandel treten Extremwetterereignisse wie Dürren, Überschwemmungen oder Wirbelstürme häufiger auf. Die Menschen verlieren ihre Ernten und ihr Vieh – nicht nur in einem Jahr, sondern mehrere Jahre hintereinander. Wasserquellen versiegen und die Lebensmittelpreise steigen, sodass es für viele Menschen unmöglich wird, sich und ihre Familien mit Nahrung zu versorgen.
Die mangelernährten Kinder im Süden Madagaskars benötigen vor allem therapeutische Nahrung wie Erdnusspaste und Spezialmilch, um wieder zu Kräften zu kommen. Auch Medikamente werden dringend benötigt, um Infektionskrankheiten wie Cholera, Malaria, Durchfall und Lungenentzündung zu behandeln. UNICEF versorgt die Kinder in Madagaskar zudem mit Impfungen gegen lebensbedrohliche Krankheiten und liefert sauberes Wasser in entlegene Gebiete.
Warum UNICEF?
Sie fragen sich, warum Sie für UNICEF spenden sollten? Ganz einfach:
Ihre Spende ermöglicht uns, Kinderleben zu verändern – mit Impfungen und Medikamenten gegen lebensbedrohliche Krankheiten, mit therapeutischer Nahrung, mit Zugang zu sauberem Trinkwasser, Bildung und weiteren Angeboten, die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen. Sie spenden, damit Kinder wie Noor und Ashadia in Bangladesch dringend benötigte Impfungen bekommen, sauberes Trinkwasser haben und regelmäßig zur Schule gehen können.
Seit 1946 setzen sich die Helfer*innen von UNICEF für Kinder in Not ein – mittlerweile in mehr als 190 Ländern auf der ganzen Welt. Unabhängig von Herkunft, Hautfarbe und Religion setzen wir uns für die Rechte von Kindern ein und unterstützen Kinder in Not. Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und Organisationen erreichen wir die Kinder schnell und können nachhaltig helfen.
UNICEF gibt es seit 80 Jahren. Im Laufe unserer Arbeit als Hilfsorganisation haben wir große logistische Erfahrung und ein weltumspannendes Hilfsnetzwerk aufgebaut. Dazu zählen nicht nur unsere Warenlager mit Hilfsgütern in Kopenhagen und anderen Ländern, sondern auch weit über tausend Mitarbeitende weltweit, die sicherstellen, dass Kinder in Not innerhalb von 72 Stunden Hilfe bekommen – in jedem Winkel der Erde.
Wir halten unsere internen Kosten so gering wie möglich, von Verwaltung über Reisekosten bis hin zu Honoraren und Spendenwerbung. Auf diese Weise können knapp 80 Prozent Ihrer Spende direkt in den Projektländern eingesetzt werden. Den Einsatz von Spenden legen wir in unserem Transparenzportal detailliert offen.
In unserem jährlichen Geschäftsbericht dokumentieren wir genau, wie viele Spenden wir bei UNICEF Deutschland erhalten haben und wie diese eingesetzt worden sind, um notleidenden Kindern weltweit zu helfen. Neben den Ausgaben für unsere Hilfsprojekte können Sie dort auch unsere internen Kosten detailliert nachvollziehen. Unser verantwortungsvoller Umgang mit Spenden wird seit vielen Jahren durch das DZI-Spendensiegel bestätigt.
Gemeinsam helfen verbindet: Die deutsche UNICEF-Gemeinschaft besteht nicht nur aus mehr als 300.000 regelmäßigen Spenderinnen und Spendern, sondern auch aus Hunderttausenden Einzelspenderinnen und -spendern, ehrenamtlich Engagierten in lokalen UNICEF-Gruppen und Prominenten, die sich für UNICEF engagieren. Sie alle tragen dazu bei, Kinderleben zu verändern.

UNICEF: Seit Jahrzehnten sind wir für Kinder im Einsatz, weltweit in über 190 Ländern.
© UNICEF/UNI610093/Dejongh