
Spenden für Äthiopien: Drohende Hungersnot durch Dürre
Das Wichtigste in Kürze
Mehrere Dürrejahre in Folge haben in Äthiopien zu Missernten und Viehsterben geführt und die Hungerkrise im Land verschärft.
Mehr als 21 Millionen Menschen in Äthiopien sind von Mangelernährung bedroht, davon zwölf Millionen Kinder.
Ihre Spende hilft, die Menschen in Äthiopien zu unterstützen und die drohende Hungersnot abzuwenden.
Aktuelle Situation in Äthiopien: Hunger und Gewalt gefährden die Kinder
Der vierjährige Mussab erholt sich auf dem Schoß seiner Mutter in Jimma im westlichen Äthiopien (Foto oben). Seine Eltern haben Mussab in das dortige Krankenhaus gebracht, weil er akut mangelernährt und zu schwach zum Essen war. Wie Mussab benötigen rund zwölf Millionen Kinder in Äthiopien humanitäre Hilfe (Stand 2025). Anhaltende Dürre und immer wieder aufflammende Konflikte im Norden des Landes haben die Hungerkrise in Äthiopien stetig weiter verschärft. Brunnen und Flussbetten sind ausgetrocknet, sodass es für die Menschen immer schwieriger wird, sich selbst und ihr Vieh mit Wasser zu versorgen.
Millionen Menschen in der Region Tigray und weiteren Teilen Äthiopiens sind in einer kritischen Ernährungssituation. Die mangelernährten Kinder und ihre Familien brauchen dringend unsere Hilfe. Die Mitarbeiter*innen von UNICEF sind vor Ort und versorgen die Kinder mit Spezialnahrung, Wasser und Medikamenten. Helfen Sie jetzt, die Folgen der Hungerkrise abzumildern!
Auch in anderen Teilen Afrikas bestehen aktuell schwere Hungerkrisen.

An vielen Stellen hat die Dürre Flussbetten und Wasserlöcher ausgetrocknet. Die Kinder müssen lange Strecken zurücklegen, um Wasser für ihre Familien zu holen – zum Lernen und Spielen bleibt kaum Zeit.
© UNICEF/UNI630243/DejonghKrankheiten durch Hunger und Wasserknappheit
Sechs Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt in Äthiopien. Ebenso sind rund die Hälfte aller schwangeren und stillenden Frauen von Hunger betroffen – mit schwerwiegenden Folgen: Nicht selten sterben Frauen bei der Geburt oder bringen ihre Kinder viel zu klein und schwach auf die Welt. Die körperliche und seelische Entwicklung der Kinder leidet unter dem Hunger.
Der Mangel an sauberem Trinkwasser verschlimmert die Situation: Durch verschmutztes Wasser verbreiten sich schwere Infektionskrankheiten wie Cholera und Malaria. Insbesondere bei kleinen und geschwächten Kindern sind diese Erkrankungen lebensbedrohlich – und immer wieder kommt es zu größeren Ausbrüchen in Äthiopien: Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2025 wurden 2,4 Millionen Malaria-Fälle und 4.373 Fälle von Cholera registriert.
Gewaltsame Konflikte entziehen Familien ihre Lebensgrundlage
Seit November 2020 ist der Konflikt in der umkämpften Region Tigray eskaliert und hat sich auf die angrenzenden Staaten Amhara und Afar ausgeweitet. Seitdem hat sich die Lage für Millionen Menschen in Äthiopien immer weiter zugespitzt. Hunderttausende sind auf der Flucht. Sie haben ihr Zuhause zurückgelassen und können sich nicht mehr um ihre Landwirtschaft und die Ernten kümmern. Dadurch hat sich die Nahrungsmittelkrise im Land noch weiter verstärkt.

Tausende Kinder leben mit ihren Familien in Flüchtlingslagern, wie hier in der Region Benishangul-Gumuz im Westen Äthiopiens.
© UNICEF/UNI811320/PougetSo unterstützen Sie mit einer Spende hungernde Kinder in Äthiopien
So helfen wir Kindern in Äthiopien gegen die Hungerkrise
Wir untersuchen Kinder auf ihren Ernährungszustand hin und behandeln mangelernährte Kinder mit therapeutischer Nahrung.
In großen Tanks liefern wir das dringend benötigte saubere Trinkwasser in die Region und versorgen so Hunderttausende Familien in Äthiopien und den Nachbarländern.
Wir beschaffen Medikamente für die Kinder und kümmern uns darum, dass die Mädchen und Jungen die wichtigsten Impfungen erhalten.
Unsere mobilen Gesundheitsteams erreichen auch Kinder in entlegenen Gebieten, damit auch sie eine medizinische Grundversorgung bekommen.

Bild 1 von 4 | Im Krankenhaus von Jimma erhalten mangelernährte Kinder wie der vierjährige Mussab Spezialnahrung und eine medizinische Versorgung. UNICEF unterstützt das Krankenhaus.
© UNICEF/UNI818586/Pouget
Bild 2 von 4 | Derara und seine Familie mussten auf der Flucht vor der Dürre ihr Zuhause verlassen und leben im Geflüchtetenlager in Dubuluk. Mit Unterstützung von UNICEF konnten sie sich Hühner und Ziegen kaufen, um sich mit Nahrung zu versorgen.
© UNICEF/UNI844206/Pouget
Bild 3 von 4 | In Itang in der Region Gambela füllt Niim am Wasserkiosk seine Wasserkanister und freut sich über den nun einfachen Zugang zu sauberem Trinkwasser. „Früher war es schwierig, sauberes Wasser zu bekommen, aber jetzt ist es in unserer Nähe und zu einem fairen Preis verfügbar“, sagt er.
© UNICEF/UNI778690/Pouget
Bild 4 von 4 | Fatuma und Nasteho haben eine Polio-Impfung bekommen. UNICEF bietet Tausenden Kinder in Äthiopien eine medizinische Versorgung, um sie vor lebensbedrohlichen Krankheiten zu schützen.
© UNICEF/UNI752409/Pouget
Hintergrundinfos: Häufige Fragen und Antworten zur Hungerkrise
Die Wirtschaft Äthiopiens besteht zum großen Teil aus Landwirtschaft. In den vergangenen Jahren haben anhaltende Dürreperioden insbesondere im Süden und Südosten des Landes zu Missernten geführt. Die Kleinbauern verloren aber nicht nur ihre Ernte, sondern konnten auch ihr Vieh nicht mehr ausreichend mit Nahrung und Wasser versorgen.
Zusätzlich zur Dürre, dem Viehsterben und den Nachwirkungen der Covid-Pandemie werden seit 2020 gewaltsame Konflikte in der Region Tigray ausgetragen, die Hunderttausende Menschen zur Flucht zwangen. Sie haben ihr Zuhause zurückgelassen, können sich nicht mehr um die Landwirtschaft und die Ernten in ihrer Heimat kümmern. Dadurch hat sich die Nahrungsmittelkrise im Land noch weiter verstärkt: Über 80 Prozent der Menschen in Tigray leiden an Hunger.
Eine Hungerkrise wird anhand einer international angewandten Standardisierungsmethode festgestellt, der Integrated Food Security Phase Classification (IPC). Die fünf definierten Stufen beschreiben die Ernährungssicherheit in der jeweiligen Region anhand definierter Kennzahlen:
IPC Phase 1: Ernährungssicherheit
IPC Phase 2: Hunger
IPC Phase 3: akuter Hunger
IPC Phase 4: humanitärer Notfall
IPC Phase 5: Hungersnot oder Hungersnot-ähnliche Zustände
In der Region Tigray und weiteren Teilen Äthiopiens ist aktuell die IPC Stufe 4 festgestellt worden. In Zahlen bedeutet das: Zwischen 15 und 30 Prozent der Menschen sind akut mangelernährt und haben Zugang zu weniger als drei Lebensmittelgruppen wie Obst, Getreide und Gemüse.
Besonders vom Hunger betroffen sind die Regionen im Norden des Landes. In Tigray, Amhara und Afar hat die Kombination aus anhaltender Dürre und gewaltsamen Konflikten die Landwirtschaft zum Erliegen gebracht und zu extremer Nahrungsmittelknappheit geführt. Auch Regionen im Süden des Landes leiden unter extremer Dürre, die vor allem den Kleinbauern ihre Existenzgrundlage entzieht.
Unsere Helfer*innen vor Ort versorgen mangelernährte Kinder mit Spezialnahrung und liefern sauberes Trinkwasser in die betroffenen Regionen, um Kinder und ihre Eltern vor Erkrankungen zu schützen. Mit mobilen Gesundheitsteams besuchen wir auch die entlegenen Gebiete Äthiopiens, um Kindern die wichtigsten Impfungen und eine medizinische Grundversorgung zu ermöglichen.
Die akut mangelernährten Kinder benötigen in erster Linie therapeutische Nahrung wie Erdnusspaste oder Spezialmilch. Auch sauberes Trinkwasser ist entscheidend, da Krankheiten die hungernden Kinder weiter schwächen können. Medikamente für die medizinische Grundversorgung tragen ebenfalls dazu bei, schwere Erkrankungen zu vermeiden und das Leben der Kinder zu schützen.
Ein Großteil der Menschen in Äthiopien ist in der Landwirtschaft tätig, viele von ihnen als Kleinbauern. Wiederholte Dürreperioden führen zu Missernten. Die Menschen können sich nicht mehr mit Nahrung versorgen und verlieren ihr Vieh, da nicht ausreichend Futter und Wasser vorhanden sind. Regnet es, kann der völlig vertrocknete Boden das Wasser oft nicht schnell genug aufnehmen. Es kommt zu Überschwemmungen, die Anbauflächen und Häuser zerstören. Viele Menschen flüchten vor der Dürre in andere Regionen Äthiopiens. Dass sie ihre Landwirtschaft nicht weiter betreiben können, verstärkt die Nahrungsmittelknappheit im Land.
Warum UNICEF?
Sie fragen sich, warum Sie für UNICEF spenden sollten? Ganz einfach:
Ihre Spende ermöglicht uns, Kinderleben zu verändern – mit Impfungen und Medikamenten gegen lebensbedrohliche Krankheiten, mit therapeutischer Nahrung, mit Zugang zu sauberem Trinkwasser, Bildung und weiteren Angeboten, die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen. Sie spenden, damit Kinder wie Noor und Ashadia in Bangladesch dringend benötigte Impfungen bekommen, sauberes Trinkwasser haben und regelmäßig zur Schule gehen können.
Seit 1946 setzen sich die Helfer*innen von UNICEF für Kinder in Not ein – mittlerweile in mehr als 190 Ländern auf der ganzen Welt. Unabhängig von Herkunft, Hautfarbe und Religion setzen wir uns für die Rechte von Kindern ein und unterstützen Kinder in Not. Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und Organisationen erreichen wir die Kinder schnell und können nachhaltig helfen.
UNICEF gibt es seit 80 Jahren. Im Laufe unserer Arbeit als Hilfsorganisation haben wir große logistische Erfahrung und ein weltumspannendes Hilfsnetzwerk aufgebaut. Dazu zählen nicht nur unsere Warenlager mit Hilfsgütern in Kopenhagen und anderen Ländern, sondern auch weit über tausend Mitarbeitende weltweit, die sicherstellen, dass Kinder in Not innerhalb von 72 Stunden Hilfe bekommen – in jedem Winkel der Erde.
Wir halten unsere internen Kosten so gering wie möglich, von Verwaltung über Reisekosten bis hin zu Honoraren und Spendenwerbung. Auf diese Weise können knapp 80 Prozent Ihrer Spende direkt in den Projektländern eingesetzt werden. Den Einsatz von Spenden legen wir in unserem Transparenzportal detailliert offen.
In unserem jährlichen Geschäftsbericht dokumentieren wir genau, wie viele Spenden wir bei UNICEF Deutschland erhalten haben und wie diese eingesetzt worden sind, um notleidenden Kindern weltweit zu helfen. Neben den Ausgaben für unsere Hilfsprojekte können Sie dort auch unsere internen Kosten detailliert nachvollziehen. Unser verantwortungsvoller Umgang mit Spenden wird seit vielen Jahren durch das DZI-Spendensiegel bestätigt.
Gemeinsam helfen verbindet: Die deutsche UNICEF-Gemeinschaft besteht nicht nur aus mehr als 300.000 regelmäßigen Spenderinnen und Spendern, sondern auch aus Hunderttausenden Einzelspenderinnen und -spendern, ehrenamtlich Engagierten in lokalen UNICEF-Gruppen und Prominenten, die sich für UNICEF engagieren. Sie alle tragen dazu bei, Kinderleben zu verändern.

Helfen Sie mit Ihrer Spende, damit noch mehr Kinder wie der siebenjährige Derara wieder genug zu essen haben und sauberes Wasser bekommen.
© UNICEF/UNI844149/Pouget