
Drei Jahre Krieg im Sudan: Die Krise, die nicht endet
Der Krieg im Sudan jährt sich einmal mehr – und mit ihm die Gewalt und Unsicherheit im Land. Seit drei Jahren sind besonders Kinder betroffen, ihr Leben ist täglich in Gefahr.
Heute vor drei Jahren begann der Krieg im Sudan. Die Vereinten Nationen bezeichnen das, was im Sudan derzeit geschieht, als eine der schwersten humanitäre Krisen der Welt. Es ist ein Krieg, der in einigen Teilen des Landes eine Hungersnot ausgelöst und Millionen von Kindern ohne ihre Eltern zurückgelassen hat, die durch Drohnenangriffe oder Überfälle getötet wurden. Auch Kinder sterben immer wieder bei Angriffen, so wie im Februar, als ein Flüchtlingslager getroffen wurde. Mindestens 15 Kinder wurden laut UNICEF dabei getötet.
Für viele ist die Flucht der einzige Weg

Flucht ist für viele Menschen im Sudan durch den Krieg ein trauriger Teil ihres Lebens geworden.
© UNICEF/UNI935555/JamalAus diesem Grund fliehen zahlreiche Familien aus dem Land, viele von ihnen in den Südsudan. Doch ob sie hier sicherer sind, ist fraglich: Kämpfe zwischen Regierungs- und Oppositionsgruppen sorgen auch hier dafür, dass die Gewalt erneut eskaliert. Dadurch sind auch im Südsudan viele Menschen auf der Flucht und in einer prekären Lage.
Der Druck auf die Menschen im Südsudan steigt
Bereits jetzt sind auch im Südsudan hunderttausende Kinder mangelernährt, es droht eine Verschärfung der Hungerkrise. Durch die geflüchteten Menschen aus dem Sudan ist die Bevölkerung des Südsudans um mehr als 8 % gewachsen, was die Ernährungs- und Sicherheitslage weiter verschärft. Die Menschen aus dem Sudan kommen dadurch aus einer lebensbedrohlichen Krise in die nächste.
Der Krieg trifft die Jüngsten am härtesten

Viele Kinder sind von den Erlebnissen des Krieges traumatisiert und brauchen psychosoziale Unterstützung.
© UNICEF/UNI646928/NaftalinVor allem Kinder sind ständigen Bedrohungen durch den Krieg ausgesetzt. Sie erleben Gewalt, Verlust und Hunger. In Geflüchtetencamps ist die Versorgung oft schlecht, da sich durch die vielen Menschen und dürftigen hygienischen Bedingungen Krankheiten einfacher ausbreiten können. Wenn die Kinder zusätzlich mangelernährt sind, geraten sie schnell in eine dramatische Abwärtsspirale.
Für die Kinder steht nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Zukunft auf dem Spiel. Unterstützt gemeinsam mit United Internet for UNICEF Kinder mit Schutz und Hoffnung.