WELTWASSERWOCHE

29. August 2018 von Susanne Stocker 0 Kommentare
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Wasser ist Leben.
© UNICEF/NYHQ2015-1971/Gilbertson VII


Wasser ist Leben, Wasser ist Hoffnung, Wasser ist Gesundheit – doch leider zählt die Versorgung mit Trinkwasser und hygienischen Sanitäreinrichtungen mit zu den größten Herausforderungen der Menschheit.

Es gibt weltweit 2,1 Milliarden Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. Rund 884 Millionen Menschen haben noch nicht einmal eine Grundversorgung mit Wasser. Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Industrie tragen ihren Teil zu diesem Effekt bei.

Betroffen sind vor allem Menschen oder Familien in den ärmeren Regionen der Welt – und dort vor allem in den ländlichen Gebieten. Besonders in Afrika, Lateinamerika und Asien herrscht vielerorts dramatische Wasserknappheit.

Kinder in Staaten, die von Gewalt, Konflikten und Instabilität betroffen sind, wie beispielsweise im Jemen, sind doppelt so häufig von einer regulären Wasserversorgung abgeschnitten, wie ihre Altersgenossen in anderen Ländern.

Laut aktuellem UN-Weltwasserbericht könnte bis 2050 die halbe Weltbevölkerung vom Mangel an sauberem Wasser betroffen sein. Der Bericht plädiert für "grüne" Lösungen – etwa natürliche Wasserkreisläufe, die für die Wasserversorgung genutzt werden sollten.

KONFLIKTGEBIETE SIND BESONDERS BETROFFEN

"Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen sind ein Recht und kein Privileg – vor allem in Konflikt- und Notsituationen", sagt Sanjay Wijesekera, Leiter der weltweiten Wasserprogramme von UNICEF. "In Ländern, die von Krisen und Konflikten geprägt sind, muss die Versorgung von Kindern mit Wasser – einem der wichtigsten Lebensmittel – oberste Priorität haben."

Weltweit benötigen rund 117 Millionen Menschen in Notsituationen dringend sauberes Wasser. Ein besonders eindringliches Beispiel ist der Bürgerkrieg in Syrien. Jahrelange Kämpfe haben dort tiefe Spuren hinterlassen: Die Wasserversorgung ist in vielen Orten zusammengebrochen, Millionen Menschen sind betroffen.

UNICEF sichert die Trinkwasserversorgung von Millionen von Menschen im Jemen.

UNICEF sichert die Trinkwasserversorgung von Millionen von Menschen im Jemen. 
© UNICEF

VERUNREINIGTES WASSER FÜHRT ZU HOHER KINDERSTERBLICHKEIT

Unsauberes Wasser und mangelnde Hygiene zählen zu den Hauptursachen für die in vielen Ländern weiter sehr hohe Kindersterblichkeit. Zudem wissen wir: Wo sauberes Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen fehlen, da verbreiten sich Krankheitserreger und Parasiten besonders schnell. Das führt vor allem in Flüchtlingslagern und Notunterkünften nach beispielsweise Erdbeben rasant zu schwerwiegenden Durchfallerkrankungen.

Cholera ist nur eine der Folgen und für Kinder, die schon geschwächt sind, eine tödliche Gefahr: Cholera ist eine schwere bakterielle Erkrankung, die durch verunreinigtes Wasser oder Nahrung hervorgerufen wird. Unbehandelt trocknet Cholera den Körper sehr schnell aus, das ist besonders für Kleinkinder lebensbedrohlich.

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DREI HAUPTAUFGABEN STEHEN IM FOKUS

Konkret stehen drei Aufgaben im Mittelpunkt, um dem Recht der Menschen auf sauberes Wasser und funktionierende Sanitäranlagen nachzukommen.

  1. Zugang zu sauberem Trinkwasser schaffen
    Um dieses Ziel zu erreichen, hilft UNICEF weltweit beim Bau von Brunnen, Handpumpen und Wasserleitungen. Dabei setzt das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen auf robuste und einfach zu wartende Technik. Geschult von UNICEF, können die Dorfbewohner ihre Anlagen selbst instand halten.
  2. Hygiene verbessern
    UNICEF unterstützt den Bau von Latrinen und öffentlichen Toiletten. Vor allem in Slumvierteln bringt UNICEF Bewohner und Stadtverwaltung an einen Tisch, um die Müll- und Abwasserentsorgung besser zu organisieren.
  3. Aufklärungsarbeit
    In Schulen und Dörfern informiert UNICEF über die wichtigsten Hygieneregeln. Zum Beispiel regelmäßiges Händewaschen verringert die Gefahr von Durchfallerkrankungen deutlich.


Gemeinsam mit Ihnen und UNICEF können wir Jungen und Mädchen auch in abgelegenen Orten der Welt mit sauberem Wasser versorgen und ihnen dabei helfen, sich optimal zu entwickeln. Ihre Spende geht zu 100 Prozent an UNICEF.

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