DIE GESICHTER HINTER UNITED INTERNET FOR UNICEF

Montag, 31. August 2015, 09:48 Uhr von Kathrin Staudinger 3 Kommentare

Im Fokus: Stiftungs-Vorsitzende Tessa Page

Tessa Page ist Vorstandsvorsitzende der Stiftung United Internet for UNICEF und Volljuristin. Sie ist gebürtige US-Amerikanerin, studierte Jura mit den Schwerpunkten Internationales Privatrecht und Arbeitsrecht in Mainz und lebte insgesamt über 20 Jahre in Deutschland. 2008 kehrte Tessa Page in die Staaten zurück, seither pendelt sie zwischen den USA und Deutschland. Tessa Page arbeitet ehrenamtlich für die Stiftung.

Tessa Page, Vorstandsvorsitzende der Stiftung United Internet for UNICEF

Tessa Page, Vorstandsvorsitzende der Stiftung United Internet for UNICEF
© United Internet for UNICEF

Seit wann sind Sie für die Stiftung tätig?

Ich habe die Stiftung zusammen mit Ralph Dommermuth, dem Vorstandsvorsitzenden der United Internet AG, im September 2006 gegründet. Das sind jetzt also über zehn Jahre. Ich bin der Meinung, dass in Zeiten unserer technologischen Entwicklung die Technologie die Menschlichkeit nicht überschreiten darf. Aus diesem Grund wurden beide Bereiche miteinander zu etwas Gutem verknüpft. Mit Hilfe der United Internet AG erreichen wir unglaublich viele Menschen, sodass wir gemeinsam eine bessere Welt schaffen können – Technologie unterstützt die Humanität.

Was sind Ihre Aufgaben innerhalb der Stiftung?

Zum einen leite ich die Stiftung United Internet for UNICEF. Zum anderen beschäftige mich hauptsächlich mit übergreifenden Themen der UNICEF-Projektarbeit und wie wir diese für die Stiftung aufbereiten können. Konkret dreht sich meine Arbeit hier um die Themen Bildung, der Kampf gegen Gewalt gegen Kinder – dazu zählen Kindersoldaten, Kinderprostitution, Kinderarbeit und vieles mehr –, Wasser und HIV/Aids. Weiterhin beschäftige ich mich in Zusammenarbeit mit UNICEF New York um wissenschaftliche Aufarbeitungen verschiedener Menschenrechtsverletzung.

Warum haben Sie sich für diesen Weg entschieden?

Da ich selbst Mutter von zwei Mädchen bin, Jill und Patrizia, berührt es mich besonders, Kindern zu helfen, die keine Unterstützung haben. In meinen Augen ist UNICEF das wichtigste und effektivste Organ der Vereinten Nationen, wenn es darum geht, Kindern in Krisen- und Entwicklungsländern zu helfen. Kinderleben zu retten, sollte jede andere Arbeit immer in den Schatten stellen. Denn die Kinder, die wir heute retten, sind die Zukunft, die wir morgen erleben!

Welches Ziel verfolgen Sie mit Ihrer Arbeit?

Ich möchte die Bürde der Unschuldigen und Wehrlosen ein wenig leichter machen. Dabei konzentriere ich mich vor allem darauf, Frauen und Kinder zu stärken und zu unterstützen. Ich hoffe immer noch, die Welt damit ein bisschen besser machen zu können.

Was war Ihr bislang schönster Moment?

Zwischen Elend und Leid gibt es natürlich auch tolle Ereignisse. Ich erinnere mich an einen ganz besonderen Moment, der mir als Mutter sehr nahe ging. Als ich im September 2014 das Displacement Camp in Südsudan besichtigte, durfte ich miterleben, wie die kleine Hiba und ihre Mutter wieder vereint wurden. Die Siebenjährige war aufgrund des dortigen Bürgerkrieges von ihrer Familie getrennt worden und musste über Wochen um ihr Überleben kämpfen, bis ein UNICEF-Mitarbeiter das Mädchen unterernährt und dehydriert in einem Versteck vorfand. Nachdem Hiba zwei Wochen im Camp Zuflucht fand, konnten UNICEF-Helfer ihre Mutter ausfindig machen. Die Emotionen zwischen Kind und Mutter, während sie aufeinander zuliefen, kann ich nicht in Worte fassen.

Was ist Ihr Wunsch für die Zukunft?

Ich wünsche mir für die Zukunft, dass jeder Mensch versteht, dass seine Hilfe und sein Beitrag – ganz egal in welcher Größe oder Form – einen Unterschied machen.

Inlinebild2_Gesichter hinter UI_Tessa Page

Tessa Page und Christian Schneider (Geschäftsführer von UNICEF Deutschland) auf ihrer Projektreise in den Südsudan.

KOMMENTARE

  • 12. Januar 2018 23:59 Uhr

    Ich empfinde das " einfachMachen" von der gesammten Kampagne als nachhaltiges Pflaster.
    Denen wieder eine Stimme geben......die nicht mehr geshen werden.
    Denen eine Würde zurückgeben...die ihre verloren haben.
    Denen wieder Hoffnung reichen........die längst aufgaben.
    All das zeichnet einen Menschen aus........nicht zusehen,nicht schweigen,nichts verheimlichen..................sondern einfach mal nachdenken und die Ärmel hochkrempeln,solang es ist seiner Macht ist.
    Viel Erfolg weiterhin und bleibt gesund, denn das ist das höchste Gut.

  • 26. Juni 2017 16:03 Uhr

    Liebe Marlene,

    zunächst einmal: Es freut uns sehr, dass du dich engagieren möchtest. Denn jeder kann etwas bewegen, egal in welchem Alter oder egal wie viel Geld er zur Verfügung hat.
    Zu den Spenden: Wenn du bei uns etwas spendest, garantieren wir dir, dass 100 % der Spenden direkt an UNICEF weitergegeben werden. Wenn du beispielsweise mit dem Spendenzweck "Hunger in Afrika" spendest, wird das Geld auch nur dafür verwendet.
    Ausführlich steht das auch immer in unseren Jahresberichten. Hier steht detailliert, für was das Geld verwendet wurde. Jeder Betrag hilft uns weiter - seien es auch nur 5 €.
    Mehr Informationen zum Thema Spenden und Weg der Spende findest du in unserer Rubrik '"Transparenz - Ihre Spende kommt an"
    Beim Spenden kannst du auf die Bewertung durch das DZI achten. Daher arbeiten wir mit UNICEF zusammen.
    Wenn du selbst etwas tun möchtest, kannst du dich in den UNICEF-Ortsgruppen engagieren. Viele größere Städte haben eigene Gruppen, die sich immer über neue Gesichter freuen.
    Wenn du Studentin bist, kannst du dich auch informieren, ob es an deiner Uni eine Hochschulgruppe von UNICEF gibt.

    Viele Grüße
    Dein Team United Internet for UNICEF

  • 11. März 2017 13:44 Uhr

    Guten Tag,
    Mein Name ist Marlene Putzar-Sattler und ich bin 18 Jahre alt.
    Ich lese jeden Tag Nachrichten und ertrage es langsam nicht mehr zu sehen, wie die Situation in Afrika immer schlimmer wird. Ich möchte sehr gerne helfen und auch spenden.
    Mein Problem ist leider, dass ich mich beim Spenden nicht sehr gut auskenne und ich mir sehr unsicher bin, im Internet mit ein paar 'Klicks' mal eben etwas zu spenden, ohne genau zu wissen, wohin das Geld geht.
    Gibt es eine Möglichkeit auf sicherem Weg zu spenden oder genauer zu erfahren, 'welchen Weg' das Geld geht, bis es zu denen gelangt, für die es bestimmt ist?
    Auch wollte ich fragen, ob ich mich an größeren Aktionen irgendwie beteiligen kann, um noch mehr helfen zu können, als nur meinen 'kleinen' Anteil beizutragen?
    Mit freundlichen Grüßen, Marlene Putzar-Sattler

KOMMENTAR SCHREIBEN

Herzlich Willkommen im Stiftungs-Blog!

Wir verarbeiten Ihre Daten mit Ihrer Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 f DSGVO, damit Sie einen Kommentar hinterlassen können. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Für ein faires Miteinander beachten Sie bitte die Verhaltensregeln.
*Pflichtfeld