TAIFUN HAIYAN: DREI JAHRE NACH EINBRUCH DER DUNKELHEIT GIBT ES WIEDER STRAHLENDE GESICHTER

7. November 2016 von Tessa Page 1 Kommentar
Aufmacherbild_Projektreise Philippinen

© UNICEF Philippines 2016

Am 7. November 2013 fegte Taifun Haiyan über die philippinische Insel Leyte. Einer der bisher heftigsten Stürme in der Geschichte des Landes riss in der Stadt Tacloban bis zu 25.000 Menschen in den Tod. Mehr als 14 Millionen Menschen waren von der Naturkatastrophe betroffen – davon sieben Millionen Kinder.

Projektreise_Philippinen_Inlinebild1

© UNICEF Philippines 2016

Unsere Spendergemeinschaft von der Stiftung United Internet for UNICEF hat in kürzester Zeit knapp sieben Millionen Euro gesammelt - dieser Beitrag aus vielen kleinen und größeren Spenden war für UNICEF entscheidend, um Kindern sehr schnell und umfassend in der Not helfen zu können. 100% der Spenden gingen - wie immer - an UNICEF.

Drei Jahre nach dem katastrophalen Unglück bin ich nach Tacloban gereist, um mich von der Verwendung unserer Mittel zu überzeugen. Unser Versprechen, dass Ihre Spende dort ankommt, wo sie gebraucht wird, nehmen wir sehr ernst. Und wir wollen, dass Sie sehen, dass wir dieses auch halten. Ich kann Ihnen sagen, Ihre Unterstützung kam an. Der Einsatz Ihrer Spende hat meine Erwartungen übertroffen.

Lassen Sie mich Ihnen davon erzählen ...

Unmittelbar nach dem Taifun war UNICEF vor Ort, um Kindern und Familien in ihrer Not zu helfen. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen arbeitete rund um die Uhr mit der Regierung und verschiedenen humanitären Hilfsorganisationen zusammen, um fast eine Million Menschen mit sicherem Trinkwasser zu versorgen. UNICEF stellte Notfall-Kits für Kliniken bereit, verteilte Hygienepakete, brachte unbegleitete Kinder mit ihren Familien zusammen und errichtete kinderfreundliche Orte sowie temporäre Schulen.

Projektreise_Philippinen_Inlinebild4

© UNICEF

Die unermüdlichen Bemühungen von damals tragen heute Früchte für die Zukunft von Millionen philippinischer Kinder – auf ganz unterschiedliche Weise. Hier einige Beispiele:

  • Bau von Evakuierungszentren und Implementierung effektiver Frühwarnsysteme, die künftigen Katastrophen standhalten, eine frühzeitige Evakuierungen anstoßen und die Koordination zwischen Regierung und Hilfsorganisationen verbessern.
  • In neu gebauten Einrichtungen werden Kinder und Jugendliche psychologisch betreut. So lernen sie, das Erlebte zu verarbeiten.
  • Kinder und Erwachsene in den betroffenen und bedrohten Gebieten wissen, wie sie sich im Notfall verhalten sollen. Dies wird auch regelmäßig in den Schulen geübt.
  • Die Familien haben dauerhaften Zugang zu sicherem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen.
  • Die Kühlkette für Impfstoffe ist instand und stabil. So können auch Kinder in entlegenen Ortschaften und bei Stromausfällen lebenswichtige Impfungen bekommen.
  • Mütter und ihre neugeborenen Kinder werden besser betreut. Dazu zählt auch die Versorgung von Frühgeborenen. UNICEF schult hierfür beispielsweise das Klinikpersonal und Hebammen.
  • Kinder mit akuter Mangelernährung werden mit Zusatznahrung wieder zu Kräften gebracht. Zeichen von Mangelernährung werden früher erkannt. Außerdem gibt es eine Milchbank für die Zufütterung unterernährter Kleinkinder.
  • Dorfälteste sind sich bewusst, wie wichtig Hygiene für das Überleben ist und helfen mit, wichtige Verhaltensweisen, wie zum Beispiel regelmäßiges Händewaschen, in ihren Gemeinden bekannt zu machen.
  • In neu eingerichteten Anlaufstellen erhalten junge Menschen Unterstützung bei der Arbeitssuche und weiteren wichtigen Entscheidungen für ihr Leben.
Projektreise_Philippinen_Inlinebild2

© UNICEF

Projektreise_Philippinen_Inlinebild3

© UNICEF

Man hat mir gesagt, dass sich das Bewusstsein der Menschen hinsichtlich der Katastrophenvorbereitungen aufgrund der zahlreichen Schulungen von UNICEF verändert hat. Nationale und lokale Regierungen, Organisationen und Gemeinden nehmen Vorsorgemaßnahmen nun extrem ernst. Erster Beleg: Folgekatastrophen, wie zum Beispiel der jüngst geschehene Taifun Koppu, haben weniger Todesopfer gefordert. Konkret bedeutet das: 48 Menschen kamen während des Wirbelsturms ums Leben, über 100.000 konnten in neu gebauten Evakuierungszentren in Sicherheit gebracht werden.

Projektreise_Philippinen_Inlinebild5

© UNICEF

Das ist Ailain Lase (36) mit ihren Kindern Kim Jean (9) und Alyssa (3). Ailain erzählt mir, dass sie während des Taifuns mit Alyssa hochschwanger war. Ihre Schwester Angel hatte ihr geraten auf einen nahegelegenen Berg zu steigen, um sich in Sicherheit zu bringen. Das hat Ailain und ihren beiden Kindern das Leben gerettet. Ihre Schwester starb, als der Sturm über die Insel brauste. Alyssa kam am 7.11.2013 zur Welt.

Bemerkenswerte Fortschritte dank Ihnen

Wie Sie sehen, wurden seit Taifun Haiyan große Fortschritte gemacht – mit Hilfe der Stiftung United Internet for UNICEF. Wie glücklich die Menschen über die geleistete Hilfe sind, war für uns alle überwältigend. Mit Tränen in den Augen bedanken sich die Menschen für die große Unterstützung aus Deutschland.

Dies möchte ich an Sie weitergeben und mich von Herzen anschließen. Sie haben die Zukunft der überlebenden Familien auf so positive Weise beeinflusst. Der Dank gebührt Ihnen.

Salamat, Deutschland!

KOMMENTARE

  • 23. Juli 2017 01:31 Uhr

    hallo,würde gerne persönlich helfen .ich bin instalateur aber in rente .mfg eddy .01746065573

KOMMENTAR SCHREIBEN

Herzlich Willkommen im Stiftungs-Blog! Für ein faires Miteinander beachten Sie bitte die Verhaltensregeln.
*Pflichtfeld