PROJEKTREISE DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO – TEIL 3

Montag, 12. November 2018, 09:50 Uhr von Tessa Page 1 Kommentar

ZENTRUM MPOKOLO WA MOYO ZUR REINTEGRATION REKRUTIERTER KINDER

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Rückführung ist eine wichtige Aufgabe von UNICEF im Kongo.
© Tessa Page

Die Krise im Kasai hat die Lage für die Kinder im Land enorm verschärft. Neben der Ernährungsunsicherheit leben sie in der ständigen Gefahr, von Milizen rekrutiert zu werden. Beinahe 60 Prozent der Mitglieder der Milizen sind Kinder, oft jünger als 15 Jahre.

Umso wichtiger sind Zentren wie Mpokolo Wa Moyo, das 1996 gegründet wurde und mit großem Einsatz von dem Belgier Ivo Vanvolsem geführt wird. Es hat zur Aufgabe, Kinder aus bewaffneten Gruppen und Kinder, die im Gefängnis waren, wieder in die Gesellschaft zu integrieren und mit ihren Familien zu vereinen.

Gemeinsam mit UNICEF und Partnern aus der Gemeinde erhalten die Kinder medizinische und psychologische Betreuung. Normalerweise bleiben die Kinder zwei Monate in dem Zentrum und kehren dann entweder in ihre Familie oder eine Gastfamilie zurück. Hierbei ist die Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft enorm wichtig.

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Die Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft ist enorm wichtig.
© Tessa Page

RÜCKFÜHRUNG EINE SENSIBLE AUFGABE

Dass diese Rückführung nicht immer leicht ist und gelingt, erzählt mir der 16-jährige Francois* (Name geändert). Er lebte acht Monate bei bewaffneten Gruppen und hatte dort die Aufgabe, Verwundete zu verarzten. Gemeinsam mit anderen Kindern aus seinem Dorf wurde er von den Milizen gekidnappt – als einziges Kind kehrte er lebend zurück.

Was seiner Familie große Freude bereitete, rief in der Dorfgemeinschaft große Ablehnung hervor. Warum hatte ausgerechnet er als einziges Kind überlebt? Dieser Druck und die Angst um sein Leben ließen Francois in den Schutz des Zentrums zurückkehren. Er absolviert nun eine Ausbildung zum Mechaniker – doch die Zukunft mit seiner Familie bleibt ungewiss.

Momentan leben 60 Mädchen und Jungen in Mpokolo Wa Moyo. Von 2013 bis 2017 betreute das Zentrum mehr als 2.000 Kinder.

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Schule und Lernen ist ein Schritt zurück in die Normalität.
© Tessa Page

Lesen Sie auch unsere anderen Teile der Projektreise:

Teil 1 - Kinshasa und die Gesundheitsprojekte in N´sele

Teil 2 -  Auf in den Kasai: Gesundheitsversorgung und Schulbesuch in Tshikaji

Teil 4 - Schulbesuch in Tantamana und Dikolelayi

Teil 5 - Das Gesundheitszentrum von Saints Martyrs

Teil 6 - Drei Kinder aus bewaffneten Gruppen erzählen ihre Geschichte

Teil 7 - Die Zeltschule in Tshimpidinga

Teil 8 - Das W.A.S.H-Programm in Maluku

KOMMENTARE

  • 13. November 2018 19:28 Uhr

    LIEBE ❤ ❤ ❤ ❤

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