PROJEKTREISE DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO – TEIL 2

5. November 2018 von Tessa Page 0 Kommentare

AUF IN DEN KASAI: GESUNDHEITSVERSORGUNG UND SCHULBESUCH IN TSHIKAJI

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Moderne Sanitäranlagen sind essentiell für eine umfassende Gesundheitsversorgung.
© Susanne Stocker

Nach den ersten Eindrücken in Kinshasa geht es für uns weiter in die Provinz Kasai-Central, genauer gesagt nach Kananga. Seit August 2016 leidet die Region unter einer politischen Krise, die zu massiven Gewaltausbrüchen geführt hat.

Hunderttausende Menschen flohen in den Busch und mussten ihren gesamten Besitz zurücklassen. Viele Familien versteckten sich monatelang im Dschungel, wo sie kaum Wasser und Nahrung zum Überleben hatten.

Seit sich die Situation etwas beruhigt hat, sind viele Menschen in ihre Dörfer zurückgekehrt. Oft wurden jedoch ihre Häuser niedergebrannt und geplündert, ihre gesamte Lebensgrundlage vernichtet. Auch konnten die Familien seit Ausbruch des Konfliktes drei Erntesaisons nicht nutzen, was zu einer prekären Ernährungssituation geführt hat. Und immer wieder flammt die Gewalt neu auf.

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UNICEF unterstützt Zentrum und Krankenhaus seit Beginn der Krise mit Nahrung.
© Tessa Page

MANGELERNÄHRUNG GROSSES PROBLEM

In Tshikaji besuche ich zunächst das Ernährungszentrum Tudisha Bana Bimpe und das angrenzende Krankenhaus Bon Berger. Das Krankenhaus wurde bereits 1954 gegründet und versorgt seither die Menschen in der Region.

Das Ernährungszentrum ist vor allem dafür verantwortlich, Untersuchungen und einfache Behandlungen durchzuführen. Sobald es beispielsweise bei Mangelernährung zu Komplikationen kommt, werden die Patienten ins benachbarte Krankenhaus überwiesen. Dort kümmern sich zehn Ärzte und 60 Krankenschwester um kleine und große Patienten.

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Das Krankenhaus behandelte während der Krise alle kostenlos - egal ob Militär, Milizen oder Zivilbevölkerung.
© Tessa Page

UNICEF unterstützt Zentrum und Krankenhaus seit Beginn der Krise mit Nahrung, Notfallversorgung und auch Spielen für Kinder. Insbesondere während der Krise war diese Hilfe lebensnotwendig, da sich allein die Zahl der zu behandelnden Kinder verdoppelte.

Während in der Region die Kämpfe zwischen Militär und bewaffneten Gruppen eskalierten und Tausende Tote forderten, konnte das Gesundheitspersonal weitgehend weiterarbeiten: Durch ihre Arbeitskleidung hoben sie sich von der übrigen Bevölkerung ab und blieben so meist von Angriffen verschont.

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2017 gab es 350 Fälle mit schwerer akuter Mangelernährung.
© Susanne Stocker

SCHULE IST WIEDER MÖGLICH

Die nahegelegene Schule E.P. Kinkombwa hatte weniger Glück: Sie brannte während der Krise ab, der Unterricht konnte nur noch im Freien und auf dem Boden stattfinden.

Mittlerweile ist sie mit Unterstützung von UNICEF wieder aufgebaut und zur „Gesunden Schule“ geworden. Dazu tragen insbesondere die modernen Sanitäranlagen mit Latrinen bei, die für bessere Hygiene und weniger Erkrankungen sorgen.

Mithilfe von UNICEF hat die Qualität des Unterrichts zusätzlich zugenommen. Über 350 Mädchen und Jungen können nun wissbegierig für eine hoffentlich friedlichere Zukunft lernen.

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Das Größte für die Kinder in Kinkombwa: Endlich wieder lernen dürfen!
© Susanne Stocker

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