NOTHILFE: CHOLERA-EPIDEMIE IM JEMEN

14. November 2017 von Tessa Page 2 Kommentare
Ein kleiner Junge liegt mit schwerem Durchfall im Krankenhaus im Jemen

Ein kleiner Junge liegt mit schwerem Durchfall im Krankenhaus in Sanaa, Jemen.
© UNICEF/UN065873/Alzekri


Jemen ist "die größte humanitäre Krise der Welt" - 27 Millionen Menschen brauchen humanitäre Hilfe. Deswegen verstärken UNICEF, WFP und WHO ihre Zusammenarbeit im Jemen. Mit über 750.000 Cholera-Verdachtsfällen und über 2.000 Todesfällen ist die Cholera im Jemen zur weltweit größten Epidemie geworden. Eine landesweite Kampagne mit rund 40.000 freiwilligen Helfern soll der Cholera Einhalt gebieten. Hinzu kommt, dass fast 400.000 Kindern im Jemen der Hungertod droht. 


Mark Lowcock, Unter-Generalsekretär für humanitäre Angelegenheiten der Vereinten Nationen und Nothilfekoordinator, hat am 8. November alle Konfliktparteien im Jemen aufgerufen, sicheren und ungehinderten Zugang zu Hilfebedürftigen über alle Häfen und Flughäfen, inklusive des Hafens von Hudaydah und des Flughafens von Sanaa, zu erlauben.

CHOLERA IST EINE TÖDLICHE GEFAHR

Cholera ist eine schwere bakterielle Erkrankung, die durch verunreinigtes Wasser oder Nahrung hervorgerufen wird. Unbehandelt trocknet Cholera den Körper sehr schnell aus, das ist besonders für Kleinkinder lebensbedrohlich. Fast alle Gebiete im bürgerkriegserschütterten Jemen sind mittlerweile von der Epidemie betroffen. 

Die lebenswichtigen Gesundheits-, Wasser- und Sanitärversorgungen sind durch mehr als zwei Jahre Feindseligkeiten stark beeinträchtigt. So konnten ideale Bedingungen für die Ausbreitung der Krankheit entstehen. 

Mit der beginnenden Regenzeit hat sich die Situation verschärft, da Abwässer durch Müll und Unrat fließen und das Grundwasser verunreinigen. Die freiwilligen Helfer verteilen Seifen, orale Rehydrationssalze und Informationen zur Prävention und Behandlung an private Haushalte. 

HUNGERSNOT VERSCHÄRFT DIE LAGE

Hinzu kommt, dass das Land am Rand einer Hungersnot steht. Über 60 Prozent der Bevölkerung können sich nicht ausreichend ernähren, mehr als 2,8 Millionen Kinder sind akut mangelernährt, 400.000 sind durch Hungertod bedroht. Dadurch werden sie nochmal anfälliger für eine Cholera-Infektion. 

Krankenhäuser und Behandlungszentren haben zu kämpfen, um die große Zahl der Patienten, die aus allen Ecken des Landes kommen, zu bewältigen. Kinder müssen teilweise auf den Böden der Stationen ausharren, viele haben Schmerzen oder sind extrem geschwächt. Es fehlt an Medikamenten, Infusionen, Ärzten und Pflegepersonal.

Kinder müssen teilweise auf den Böden der Stationen ausharren.

Kinder müssen teilweise auf den Böden der Stationen ausharren. 
© UNICEF

SAUBERES WASSER IST ESSENTIELL 

UNICEF unterstützt medizinische Einrichtungen im Jemen durch die Bereitstellung von dringend benötigten Medikamenten, Zucker-Salz-Mischungen gegen Durchfall und Wasserbehandlungstabletten. 

626 Stellen zur Behandlung und Rehydratation wurden im ganzen Land bisher eingerichtet. Hier werden Patienten gezielt behandelt, um eine weitere Ausbreitung der Cholera zu stoppen.

UNICEF sichert zudem die Trinkwasserversorgung von Millionen von Menschen im Jemen. 

UNICEF sichert die Trinkwasserversorgung von Millionen von Menschen im Jemen.

UNICEF sichert die Trinkwasserversorgung von Millionen von Menschen im Jemen. 
© UNICEF

JETZT HELFEN UND SPENDEN!

Wir von der Stiftung United Internet for UNICEF bitten Sie dringend um Ihre Unterstützung. Die Lage der Kinder und Frauen im Jemen ist katastrophal, das Land befindet sich im Ausnahmezustand. 

Frauen und Kinder sind die Ersten, die den Preis bezahlen müssen. Sie sind die Schwächsten und als Erste vom Choleratod betroffen. Bitte helfen Sie uns. 100 Prozent Ihrer Spende geht – wie immer – direkt an UNICEF. Sie können sich darauf verlassen.

KOMMENTARE

  • 05. September 2017 14:50 Uhr

    Lieber Herr Bruynck,

    wir haben meistens mehrmals im Jahr Aktionen, bei denen Spenden verdoppelt werden. Meist ist dies zu Ostern oder Weihnachten und bezieht sich auf den Abschluss von Patenschaften.

    Auf unserer Website oder im Newsletter finden Sie hierzu aktuelle Informationen.

    Viele Grüße
    Susanne Stocker

  • 05. September 2017 14:30 Uhr

    Bei welchen Aktionen wird meine Spende bei Ihnen verdoppelt werden?

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