EIN HALBES JAHR NACH DER KATASTROPHE IN NEPAL - IHRE HILFE IST ANGEKOMMEN!

Freitag, 23. Oktober 2015, 09:55 Uhr von Tessa Page 0 Kommentare
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Ihre Hilfe ist angekommen und hat Menschenleben gerettet! Ich habe mich auf meiner Reise nach Nepal selbst davon überzeugt. Dank Ihrer Unterstützung konnte die Stiftung United Internet for UNICEF knapp 1,3 Millionen Euro für die Opfer des verheerenden Erdbebens bereitstellen. Ihre Spenden kamen genau dort an, wo sie gebraucht wurden.Das katastrophale Erdbeben vor sechs Monaten in Nepal traf ein Land, das zu den ärmsten der Welt zählt. Nun leben fast 900.000 weitere Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Das Beben galt als die tödlichste Katastrophe in der Geschichte Nepals. Knapp 9.000 Menschen starben an den Folgen des Erdbebens, rund 22.300 wurden verletzt. Über 4.500 Schulen, 700 Gesundheitseinrichtungen und 600.000 Häuser wurden zerstört oder beschädigt. Hunderttausende Nepalesen wohnen heute in Zelten oder einfachen Wellblechhütten. Die Katastrophe hat der dortigen Wirtschaft einen massiven Schlag versetzt und das Land verfügt nicht über die notwendigen Ressourcen, um das wiederherzustellen, was es durch die Naturkatastrophe verloren hat.Noch immer ist es schwierig, in die entlegenen Gebiete Nepals zu kommen. Wir sind über Tage in abgelegene Dörfer gefahren und über Felsen geklettert, um Menschen zu besuchen und sicherzustellen, dass unsere Hilfe auch dort ankommt. Und das tut sie! Mit Ihrer Hilfe haben wir zahlreichen bedürftigen Kindern und deren Familien geholfen. Dafür bedanke ich mich von ganzem Herzen.

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Während ich letzte Woche Kathmandu, Charikot und Mantali besuchte, habe ich selbst zwei Erdbeben erlebt. Ich hörte, wie die Erde beängstigende Klänge von sich gab und spürte, wie alles wackelte. Im Vergleich zu den Beben im April und Mai waren das nur leichte Beben. Es ist unvorstellbar, was die Menschen dort erlitten haben. Inmitten dieser Tragödie habe ich Frauen und Männer getroffen, die alles verloren haben – dennoch klagte keiner über seine Situation. Eine Erfahrung, die Demut einflößt. Viele von ihnen erzählten mir entsetzliche Geschichten über einstürzende Häuser und verschüttete Leichen.Was die Menschen jetzt fürchten, ist der Wintereinbruch, der in den Höhen der Himalayischen Berge Schnee und entsetzliche Kälte mit sich bringt. In den Zelten und Wellblechhütten sind die Menschen ungeschützt. Auch hier machen sich unsere Spenden bemerkbar - Wolldecken und warme Kleidung werden verteilt.

UNICEF setzt sich, neben den vielen Sofortmaßnahmen, auch für den Wiederaufbau von Schulen ein. Denn die Gefahr, dass die Kinder nach Notsituationen nicht mehr zur Schule gehen, ist erschreckend hoch. Das Schulgebäude bietet zudem Schutz vor Ausbeutung und Verschleppung - ein großes Problem in Nepal. Kinder enden oft als billige Haushaltshilfen oder gar Prostituierte in den Nachbarländern. Um Jungen und Mädchen zu schützen, haben die Kollegen in Nepal Aufklärungskampagnen gestartet. An einem Checkpoint in Sindhupalchowk werden zum Beispiel Busse gestoppt und kontrolliert, ob Kinder darin sitzen, die nach Indien verschleppt werden sollen. Allein an diesem Checkpoint wurden seit den Erdbeben 62 Kinder gerettet und mit ihren Eltern wiedervereint.

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In Kathmandu habe ich die Zufluchtslager besucht und dort den 14-jährigen Siddhartha getroffen, der mir Unvorstellbares erzählte. Er befand sich in seinem Haus, als das Beben anfing und alles über ihm zusammenbrach. Seine gesamte Familie starb. Heute hat er nichts mehr. Siddhartha konnte kaum über sein Schicksal sprechen. Auch hier kümmert sich UNICEF um seine notwendige Versorgung.

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Nur wenige Kilometer weiter habe ich das "Camp Hope" besucht - ein Zufluchtslager, das von Sangita Shrestha-Einhaus gegründet wurde. Sie betreibt das Lager mit 386 Menschen. Ich sah geordnete Zelte und hörte glückliche, kichernde Kinder, die Fußball spielten oder Puppenkleider nähten. Die Männer lernen handwerkliche Tätigkeiten, um ihre Häuser selbst wieder aufzubauen. Die Frauen kümmern sich um gemeinsames Essen, die Wäsche und darum, dass die Kinder jeden Tag pünktlich in der Schule erscheinen. Sogar eine kleine Krankenstation gibt es.Das große Ziel ist, dass die Menschen ihre Dörfer mit erdbebensicheren Häusern wieder selbst aufbauen - denn die Zufluchtslager sind keine Dauerlösungen. Mehr Informationen über das "Camp Hope" finden Sie hier.

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Für das Land Nepal besteht jetzt die größte Arbeit im Wiederaufbau. Wir helfen bereits mit, aber es gibt noch viel zu tun. Fast drei Millionen Überlebende brauchen eine Unterkunft, Nahrung und medizinische Versorgung. Viele von ihnen leben in nur schwer zugänglichen Himalaya-Regionen. Folglich ist die nächste große Herausforderung, die in Zelten untergebrachten Menschen für den Winter zu versorgen und ihnen wieder Hoffnung auf ein normales Leben zu geben.

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Namaste und mit herzlichen GrüßenIhreTess Page

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