WORLD TOILET DAY
Donnerstag, 19. November 2020, 11:21 Uhr
von Susanne Stocker | 1 Kommentar

Anlässlich des internationalen World Toilet Days am 19. November will unsere Stiftung auf Menschen aufmerksam machen, die noch keinen Zugang zu Sanitäranlagen haben. Wir wollen das Bewusstsein für diejenigen schärfen, die noch immer ins Freie gehen müssen - und das trotz des Menschenrechts auf Wasser und Sanitärversorgung.

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Für diese Mädchen aus Simbabwe ist der Zugang zu Sanitäreinlagen schon gesichert.
© UNICEF/ZIMA2011-00009/Pirozzi

WICHTIGE ZAHLEN UND FAKTEN

  • 4,2 Milliarden Menschen haben keine oder nicht ausreichend funktionierende Toiletten beziehungsweise sanitäre Anlagen
  • 40 Prozent der Menschen weltweit haben nicht einmal einfachste Handwaschmöglichkeiten wie Seife oder Wasser in ihrem Zuhause
  • Weltweit fließen 80 Prozent des Abwassers zurück in das Ökosystem, ohne geklärt oder wiederverwendet zu werden.
  • vor COVID-19 boten 2 von 5 Schulen keine Gelegenheit zum Händewaschen
  • Überflutungen, Dürre und steigende Meeresspiegel bedrohen Sanitäranlagen wie beispielsweise Klärgruben
  • Trotz klimatischen Veränderungen müssen funktionierende sanitäre Anlagen erhalten werden, um die Gesundheit von Gemeinden nicht zu gefährden

DIE ZIELE BIS 2030

Jedem einen Zugang zu sanitären Einrichtungen zu ermöglichen, Abwasser aufbereiten und mehr Wasser recyclen. Dafür sind konkrete Schritte nötig: 

  • "Containment": Fäkalien müssen in einer Toilette landen und ohne menschlichen Kontakt gelagert werden. Die Anlage muss außerdem Vorrichtungen zum Händewaschen bieten.
  • "Transport": Rohre oder Entleerungs-Services müssen die Fäkalien zur Kläranlage bringen. 
  • "Treatment": Das Abwasser muss so behandelt werden, dass es sicher in den Umweltkreislauf zurückfließen kann. 
  • "Disposal or reuse": Sicher behandeltes Abwasser kann zur Energiegewinnung oder als Dünger in der Lebensmittelproduktion genutzt werden. 

FEHLENDE SANITÄRANLAGEN FÖRDERN KRANKHEITEN

Unzureichende oder fehlende Sanitäreinrichtungen erhöhen das Risiko von Krankheiten und Unterernährung, vor allem für Frauen und Kinder. 50 Prozent aller Fälle von Unterernährung sind auf Durchfall-Erkrankungen oder Wurminfektionen im Darm zurückzuführen. Fast 300.000 Kinder unter fünf Jahren sterben jährlich an Durchfall-Erkrankungen, die auf schlechte sanitäre Anlagen oder verschmutztes Trinkwasser zurückzuführen sind.

Auch im Kampf gegen COVID-19 sind Hygienemaßnahmen essenziell. Nur mit entsprechendem Wissen und Anwendung kann die Pandemie auch in fragilen Regionen eingedämmt werden.

MENSCHENRECHT AUF WASSER UND SANITÄRVERSORGUNG

Bis 2050 könnte die Zahl der Menschen, die in Regionen leben, in denen Wasservorräte für mindestens einen Monat im Jahr knapp sind, auf 5,7 Milliarden ansteigen. Ebenso erhöht sich das Überflutungsrisiko durch extreme Wetterlagen. Dies verschärft den Kampf um Wasserressourcen.

Wir dürfen diese Situation nicht akzeptieren. Der Zugang zu sanitären Einrichtungen ist nicht nur ein Menschenrecht, sondern auch eine globale Aufgabe, die es zu lösen gilt.

Genau deshalb hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 2013 den 19. November offiziell zum World Toilet Day erklärt. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir dazu beitragen, das Ziel zu erfüllen, allen Menschen den Zugang zu Sanitäranlagen zu ermöglichen. Unterstützen Sie uns dabei, wir brauchen Sie! Vielen Dank.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie unter:

KOMMENTARE

  • 23. November 2015 17:48 Uhr

    Sehr geehrte Frau Staudinger,
    sehr geehrte Damen und Herren,
    das gleiche Problem besteht hierzulande zu Hauptreisezeiten an Rastanlagen.
    (Der Anstand verbietet es Fotos zu machen. Aber es ist so.)
    Der zweite Umstand sind die Dixie-Häuschen, sie sind hygienisch bedenklich und wenn bei Großveranstaltungen noch nicht mal ein Wasserwagen zum Hände waschen da ist, ist auch das bedenklich.
    Aber zu Afrika - Stichwort Reise WC
    In England gibt es die "Shit-Box" und wenn man darum einen übergroßen
    Lampionschirm aufzieht, als Kabine bedarf es keiner aufwendigen baulichen Anlagen.
    Das ganze im Pfandverfahren mit Automaten, gebrauchte Bx gegen Neue, dann kann man das sogar noch als Bio Müll zur Energie Gewinnung ausnützen.
    Gerne lese ich wieder von Ihnen, falls
    Sie mir eventuelle Ansprechpartner nennen können.
    Vorhanden ist eine Skizze zur Vorgangsbeschreibung, kein Patent , ich kann auch keine Prod. oder Verkaufsaktionen starten.
    Viel Erfolg, das Thema ist in der Tat weltweit ein Risiko.
    MfG
    Günther Hammer

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