DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO – EIN LAND AM SCHEIDEWEG

Donnerstag, 7. Februar 2019, 10:41 Uhr von Tessa Page 0 Kommentare
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© Susanne Stocker

Liebe Spenderinnen und Spender,

im vergangenen Oktober reiste ich in die Demokratische Republik Kongo. Ich wollte mir ein Bild der Bedürfnisse vor Ort machen und Ihnen zeigen, dass Ihre Spenden bei den Projekten von UNICEF ankommen, wo sie besonders gebraucht werden.

Die Demokratische Republik Kongo ist ein Land, das am Scheideweg steht und sich immensen Herausforderungen gegenüber sieht: Es zählt trotz seines Rohstoffreichtums zu den ärmsten Ländern der Welt. Ethnische Gewalt, Zusammenstöße zwischen Militär und Milizen, Hungerkatastrophen, Ebola und Binnenflüchtlinge beuteln die junge Republik. Über 80 Millionen Menschen leben im Kongo – die meisten von ihnen in absoluter Armut. Es gibt kein funktionierendes Sozialsystem, zu wenig Arbeit und die Gesundheitsversorgung ist sehr schlecht.

Umso wichtiger ist es, dass wir gemeinsam mit UNICEF vor Ort sind und insbesondere den notleidenden Kindern die Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben. Mehr als 13 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, etwa 8 Millionen davon sind Kinder. Während meiner Reise besuchte ich Projekte, die Schulbildung, Gesundheitsversorgung und Mangelernährung im Fokus haben. Außerdem habe ich mit Kindern gesprochen, die Mitglieder in bewaffneten Gruppen waren.

In dem Gesundheitszentrum Saints Martyrs lernte ich beispielsweise Rose kennen. Die 31-Jährige lebte mit ihrer Familie zu Beginn der Krise im Kasai, etwa 250 Kilometer entfernt. Als Milizen ihr Heimatdorf überfielen, mussten sie mit ansehen, wie ihr Mann getötet wurde. Gemeinsam mit ihren sechs Kindern floh sie in den Busch – ihre drei ältesten starben dort. Die jüngste, Christine, leidet an Mangelernährung. Mit ihren drei Jahren wiegt sie acht Kilogramm – 16 wären normal. Dank UNICEF und Ihrer Unterstützung hat die Kleine eine Chance bekommen zu überleben. Erfahren Sie hier mehr zu unseren Projekten:

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Gesundheitsprojekte in einer Schule in Maluku.

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Gesundheitszentren in und um Kinshasa.

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Ich habe die Kollegen vor Ort gefragt, wie sie es schaffen, zwischen all der sinnlosen Gewalt nicht die Zuversicht zu verlieren und wie es ihnen gelingt, weiterhin ihren Job zu machen. Die Antwort war immer dieselbe: „Wegen dieser unglaublich tollen Menschen hier im Kongo.“ Jedes einzelne Leben, das wir mit unserer Arbeit retten können, ist es wert.

Wenn der 17-jährige Michael*, der bei den Milizen als Spion arbeiten musste und jeden Tag sein Leben riskiert hat, wieder zur Schule gehen kann, hat unsere Arbeit etwas bewirkt. Wenn die kleine Christine die schwere Mangelernährung überlebt, hat unsere Arbeit etwas bewirkt. Oder um es mit den Worten von Schuldirektor Joseph Biamba Bamgamba zu sagen: „Something good is never lost.“ Das, was wir für das Dorf Tshimpidinga geleistet haben, wird nie vergessen werden.

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© Tessa Page

Dank Ihnen, liebe Spenderinnen und Spender, können wir in der Demokratischen Republik Kongo etwas bewirken! Ich bedanke mich von Herzen für Ihre Unterstützung und Ihr Mitgefühl.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre

Tessa Page

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