KINDEREHEN IN INDIEN

30. August 2018 von Tessa Page 0 Kommentare
Indien_Kinderehen

© UNICEF

In einem indischen Werbespot diskutieren zwei Väter: "Unsere Töchter sind schon bei ihrer Geburt der Besitz eines anderen. Wie lange willst du dich darum kümmern? Verheirate deine Tochter im Alter von 10 bis 12 und dein Job ist erledigt!"

Der Werbespot ist Teil einer nationalen Kampagne gemeinsam mit UNICEF, die diese Behauptung widerlegt und darauf hinweist, dass ein niedriges Heiratsalter eng mit der hohen Sterberate junger Mütter zusammenhängt.

Kinderehen sind in Indien verboten, aber das Gesetz wird nicht beachtet. Jedes fünfte Mädchen wird in Indien verheiratet, obwohl sie noch keine 18 Jahre alt ist. Eine grundlegende, einschneidende Verletzung der Menschenrechte. Dafür gibt es viele Gründe wie große Armut, soziale Normen oder religiöse Gesetze.

Kinderheirat beeinträchtigt die Entwicklung eines Mädchens, da sie zu einer frühen Schwangerschaft und sozialen Isolation führt, ihre schulische Ausbildung unterbricht, ihre beruflichen Aufstiegschancen einschränkt und sie einem erhöhten Risiko häuslicher Gewalt aussetzt.

UNICEF arbeitet gemeinsam mit der indischen Regierung intensiv daran, Kinderheirat zu verhindern. Dafür sind folgende Punkte wichtig: 

  • Wirksame Gesetze und ihre Umsetzung durch konsequente Strafverfolgung
  • Unterstützung der Betroffenen durch Anlaufstellen wie etwa Telefonhotlines
  • Förderung von Mädchen, indem sie eine Schul- und Ausbildung sowie Beratungsmöglichkeiten erhalten  
  • Gesellschaftlicher Wandel durch die Zusammenarbeit mit Gemeindevorstehern, Beratung sowie Berichten in den Medien, um ein sicheres soziales Umfeld zu schaffen 

Helfen Sie uns, den betroffenen Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Gemeinsam mit UNICEF können wir etwas verändern – mit Ihrer Unterstützung.


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