JUBILÄUMSINTERVIEW MIT TESSA PAGE

Mittwoch, 25. Mai 2016, 16:32 Uhr 2 Kommentare

Jedes Kind auf der Welt …

Tessa Page: … hat das Recht auf Nahrung, sauberes Wasser, saubere Luft, ein Zuhause und Bildung. Jedes Kinderleben sollte geschätzt werden, denn die Welt beginnt jeden Tag mit jedem Kind neu. Alle Jungen und Mädchen sollen die Chance haben ihr volles Potenzial zu verwirklichen.

Die Stiftung ist für mich ...

… der Weg dieses Ziel zu erreichen.

Ohne unsere Gemeinschaft …

An dieser Stelle sage ich lieber mit unserer Gemeinschaft! Mit unserer Spender-Gemeinschaft schaffen wir eine bessere Welt. Diese Gemeinschaft hat nicht nur Tausende Kinderleben bereits gerettet, sondern auch die Zukunftsperspektiven von Hunderttausenden Kindern und deren Familien positiv beeinflusst und verändert. Nur mit der Gemeinschaft der Stiftung United Internet for UNICEF ist das in diesem Ausmaß möglich.

Tessa Page, Vorstandsvorsitzende der Stiftung United Internet for UNICEF

Tessa Page, Vorstandsvorsitzende der Stiftung United Internet for UNICEF
© United Internet for UNICEF

Am meisten freue ich mich …

Es gibt unglaublich viel, worüber ich mich in meiner Tätigkeit als Stiftungsvorsitzende freue - und unendlich vieles, wofür ich dankbar bin. Eine bestimmte Sache herauszuheben, fällt mir nicht leicht. Ich befürchte, andere großartige Ereignisse kämen dann zu kurz.

Ich freue mich sehr, wenn ich sehe und höre, was unsere Spenden konkret im Leben bedürftiger Kinder und Familien ausmachen. Es ist immer wieder überwältigend und macht mich zutiefst demütig. Ich hoffe, dass sich alle Spender bewusst sind, was ihr Beitrag eigentlich ausmacht, deshalb gebe ich mir auch große Mühe, Spendern konkrete Erfolge durch Berichte nahezubringen.

Ich wünschte mir, ich könnte das mit allen Spendern persönlich besprechen. Wenn unsere Spender mit eigenen Augen sehen könnten, wie ein Kind in Burundi den ersten Bissen Nahrung in vier Tagen zu sich nimmt, weil UNICEF die Versorgung möglich macht. Oder wenn in der Demokratischen Republik Kongo ehemalige Kindersoldaten, die vom Krieg gezeichnet sind, einen sicheren Aufenthalt und Fürsorge bekommen und langsam ihren Weg wiederfinden – dann könnten unsere Spender wirklich verstehen, was wir gemeinsam erreichen.

Am meisten berührt mich …

..., dass eine Spende - wenn auch noch so klein - wortwörtlich umgewandelt werden kann, um ein Leben zu retten. Zum Beispiel in eine Masern-Impfung. Das kann ich täglich aufs Neue garantieren.

Schade finde ich ...

…, dass viele Menschen mit Spenden zurückhaltend sind, weil sie nicht wissen, wie und ob ihre Spenden ankommen. Deshalb versichere ich Ihnen, dass alle Spenden an die Stiftung United Internet for UNICEF zu 100% an UNICEF weitergeleitet werden – darauf können sich unsere Spender verlassen.

Wenn ich könnte, würde ich allen Menschen auf der Welt sagen:

Sei der beste Mensch, der du sein kannst, denn damit schaffst du die Voraussetzung für eine bessere, friedlichere und gerechtere Welt für die Generation von morgen.

Wussten Sie …

..., dass Sie der wichtigste Mensch im Leben eines anderen Menschen sind/sein könnten?

Für die nächsten 10 Jahre wünsche ich mir …

..., dass wir gemeinsam stark weiterarbeiten. Und dass unsere Ziele mit UNICEF umgesetzt werden, zum Beispiel Kinderehen abzuschaffen oder Kindersterblichkeit zu vermeiden. Und ich wünsche mir einen globalen Respekt für die Würde des Menschen.

Zum Schluss möchte ich ...

… mich ganz persönlich aus tiefstem Herzen bei unseren Spendern bedanken. Sie machen einen fundamentalen Unterschied - jeder Einzelne von ihnen. 

 

KOMMENTARE

  • 05. September 2017 15:00 Uhr

    Lieber Herr Beyhs,

    zunächst einmal lieben Dank, dass Sie unsere Mail so aufmerksam gelesen haben.
    An zwei Stellen möchte ich Sie jedoch gerne über ein Missverständnis aufklären:
    Zum einen setzen wir uns gegen Kinderehen ein, da dies ein hohes gesundheitliches Risiko für die Kinder darstellt und außerdem ein Ende der schulischen Ausbildung bedeutet. Wir wollen, dass sich Kinder gesund entwickeln und ihr Recht auf Bildung wahrnehmen können.
    Zum anderen senden wir keine religiösen, westlichen Vertreter in fremde Kulturen. Im Gegenteil. Wir arbeiten mit den religiösen Vertretern vor Ort eng zusammen, um gemeinsam mit Ihnen den besten Weg für die Gemeinschaft vor Ort zu finden. Nur, wenn alle Beteiligten auf Augenhöhe an einem Tisch sitzen, kann das Beste für eine Gemeinschaft erreicht werden.

    Viele Grüße
    Susanne Stocker

  • 02. September 2017 12:08 Uhr

    Ich persönlich finde das auch ganz schlimm, was da mit den Mädchen passiert. Dieses Empfinden beruht aber ausschließlich auf meinem gesellschaftlichen Hintergrund und auf meine kulturelle Einbettung in unserer westlichen (Leit?)Kultur. Ob Kinderehen gut oder schlecht sind, ist keine physikalische, chemische oder logische Frage. Die Form von Ehen beruht ausschließlich auf einer kulturellen Entwicklung. Und Kulturen gibt es (Gott-sei-Dank) eine ganze Menge unterschiedlicher Arten. Und jede behauptet für sich, die schönere oder bessere oder gerechtere zu sein.

    In einem heutigen E-Mail-Aufruf von 1und1 hat mich allerdings ein Satz besonders erschreckt:
    >>> „kämpfen … religiöse Vertreter für das Ende der Kinderehen“

    Aha, wir senden also „religiöse Kämpfer“ in diese fremde Kultur?
    Stellen Sie sich das nur einmal umgekehrt vor: Muslimische Organisationen würde bei uns gegen die „Ehe für alle“ kämpfen, weil es ihrer kulturellen Meinung nach nicht gut sei. Es wäre im Prinzip genau das, was SIE mit Ihren Aktionen für gut befinden.

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