JEDES KIND SOLL GESUND GROSS WERDEN: IMPFUNGEN SCHÜTZEN KINDER
Dienstag, 27. April 2021, 17:37 Uhr
von Kathrin Staudinger, Susanne Stocker | 0 Kommentare

"Jedes Kind soll gesund groß werden" – das ist eines der Ziele von UNICEF. Wir als Stiftung unterstützen dieses Vorhaben tatkräftig. Durch regelmäßige Impfkampagnen will das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen dem Ziel schrittweise näherkommen.

Aufmacherbild_Weltgesundheitstag_Impfkampagne

© UNICEF/UNI181564/Sokhin

Obwohl Impfprogramme nach den Unterbrechungen wegen der COVID-19-Pandemie langsam wieder an Fahrt aufnehmen, bedrohen gefährliche Krankheiten weiterhin das Leben von Millionen Kindern weltweit, warnen UNICEF, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Impfallianz Gavi. 

Anlässlich der Weltimpfwoche rufen die Organisationen dazu auf, die globalen Anstrengungen zu verstärken, um den Zugang und die Inanspruchnahme von Impfprogrammen zu verbessern.

Obwohl sich die Situation seit dem letzten Jahr verbessert hat, berichten laut einer aktuellen WHO-Umfrage mehr als ein Drittel der Länder (37 Prozent) von Unterbrechungen ihrer Routineimpfprogramme aufgrund der Pandemie. 

Masern gefährden Kinder besonders

Auch große Impfkampagnen wurden unterbrochen. Aktuellen Daten zufolge werden derzeit 60 lebensrettende Impfkampagnen in 50 Ländern verschoben. Dadurch sind rund 228 Millionen Menschen – der Großteil von ihnen Kinder – einem erhöhten Risiko ausgesetzt, an Krankheiten wie Masern, Gelbfieber und Kinderlähmung zu erkranken. Mehr als die Hälfte der betroffenen 50 Länder befindet sich auf dem afrikanischen Kontinent. Dies zeigt grundlegende Ungleichheiten beim Zugang zu lebensrettenden Impfprogrammen auf.

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Ein Kind wird in Somaliland gegen Masern geimpft.
© UNICEF

Impfkampagnen gegen Masern sind besonders betroffen. Die Krankheit ist hochansteckend und Impflücken können zu großen Masernausbrüchen führen. Schätzungsweise 23 Impfkampagnen gegen Masern wurden unterbrochen, viele schon über ein Jahr. Schätzungsweise 140 Millionen Menschen weltweit sind davon betroffen. Zuletzt wurden schwerwiegende Masernausbrüche aufgrund von Impflücken in Ländern wie der Demokratischen Republik Kongo, Pakistan und dem Jemen gemeldet

"Schon vor der Pandemie zeichnete sich ab, dass wir im Kampf gegen vermeidbare Kinderkrankheiten an Boden verlieren. Denn 20 Millionen Kinder wurden da bereits nicht ausreichend geimpft", sagte Henrietta Fore, UNICEF-Exekutivdirektorin. "Die Pandemie hat die Situation weiter verschlimmert und führt dazu, dass Millionen weitere Kinder nicht geimpft werden. Jetzt, wo Impfungen für uns alle so präsent sind, müssen wir dafür sorgen, dass jedes Kind seine Impfungen gegen Masern, Kinderlähmung und andere Krankheiten nachholen kann. Wir haben keine Zeit zu verlieren. Leben hängen davon ab."

Die Kühlkette darf nicht unterbrochen werden

Einer der größten Herausforderungen bei solchen Kampagnen ist, dass die wertvollen Impfstoffe stets gekühlt bleiben. Denn wird die Kühlkette unterbrochen, verlieren Impfstoffe schnell ihre Wirkung. Daher werden sie in Boxen mit Kühlakkus transportiert, um eine konstant niedrige Temperatur zu gewährleisten.

UNICEF unterstützt neben der Bereitstellung von überlebenswichtigen Impfstoffen und die damit verbundene Lieferungen daher auch die Wiederherstellung der Kühlkette, die von entscheidender Bedeutung für eine Impfmaßnahme ist.

UNICEF-Helfer bringen die Impfstoffe mit einem Esel in schwer zugängliche Regionen.

Wir bringen die Hilfslieferungen - wie z.B. diese überlebenswichtigen Impfstoffe - auch in entlegene Regionen im Jemen. An den großen Impfkampagnen von UNICEF sind Tausende Helfer beteiligt.
© UNICEF/Jemen/2017/UN057311/Al-Zikri

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