HUNGERSKRISE IN AFRIKA UND JEMEN: MILLIONEN KINDER IN LEBENSGEFAHR!

18. Dezember 2017 von Susanne Stocker 0 Kommentare
Hungersnot in Afrika

Insgesamt sind über 2 Millionen Kinder von der Hungersnot betroffen.
© UNICEF


Wegen der schweren Hungerkrisen in mehreren afrikanischen Ländern sowie im Jemen ist das Leben von Kindern in akuter Gefahr. Millionen Kinder werden am Horn von Afrika, im Südsudan, in der Tschadsee-Region und im Jemen bis Ende des Jahres lebensbedrohlich mangelernährt sein. Weltweit sind sogar 22 Millionen Kinder von Hunger betroffen.

Viele Kinder und Jugendliche können nicht zur Schule gehen, weil sie nach Nahrung suchen müssen. Millionen von Kindern benötigen lebensrettende Impfstoffe, Medikamente und Gesundheitsfürsorge. Wir erleben zurzeit eine der größten Hungerkrisen der Geschichte.

UNICEF ist vor Ort um die betroffenen Kinder mit Ernährung, sauberem Wasser und Gesundheitsmaßnahmen zu versorgen. Wir setzen Ihre Spenden hierfür ein:  

  • Erdnusspaste als lebensrettende, gebrauchsfertige therapeutische Nahrung (RUTF)
  • Screenings auf Unterernährung
  • Gesundheitsversorgung wie Impfungen und Medikamente gegen Infektionen
  • Sauberes, sicheres Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen um Durchfallerkrankungen vorzubeugen
  • Schutz und Betreuung für Kinder
  • Zugang zu Bildung

SITUATION DER KINDER IM SÜDSUDAN, SOMALIA, NIGERIA UND JEMEN

Südsudan: Die Regierung des Südsudan hat im Februar in Teilen des Landes eine Hungersnot erklärt. Wegen des seit 2013 herrschenden Bürgerkriegs sind inzwischen über eine Million Kinder auf der Flucht. 1,1 Millionen Jungen und Mädchen sind akut mangelernährt, viele seit vielen Wochen oder Monaten.


Somalia und Horn von Afrika: Seit November 2016 haben 680.000 Menschen in Somalia wegen der schweren Dürre ihre Heimatorte verlassen. Cholera- und Masernepidemien sind ausgebrochen. 1,4 Millionen Kinder sind 2017 akut mangelernährt, davon schätzungsweise 275.000 lebensbedrohlich.

Auch andere Länder am Horn von Afrika wie Äthiopien und der Norden von Kenia sind betroffen: Dort rechnet UNICEF mit über 300.000 (Äthiopien) und 100.000 (Kenia) schwer akut mangelernährten Kindern.


Nigeria und Tschadsee-Region: In Folge von Attacken durch die Terrorgruppe Boko Haram und Gegenoffensiven der Regierungen sind insgesamt über zwei Millionen Menschen im Nordosten Nigerias sowie in der Region rund um den Tschadsee (Niger, Tschad, Kamerun) auf der Flucht.

1,3 Millionen Kinder und Jugendliche wurden durch die Gewalt vertrieben. Über 500.000 Kinder sind lebensbedrohlich mangelernährt.

Jemen: Die aktuelle Cholera-Epidemie verschärft die Situation für die Kinder in dem Land, das sich wegen der Eskalation des Konflikts im März 2015 bereits am Rande einer Hungersnot befindet.

400.000 Kinder leiden unter schwerer akuter Mangelernährung und sind damit unmittelbar vom Tod bedroht. Weitere mehr als zwei Millionen Kinder leiden unter mittelschwerer Mangelernährung und brauchen dringend Hilfe, damit sich ihr Zustand nicht weiter verschlechtert.

Hungersnot: Kinder leiden Hunger im Jemen

Gleichzeitig muss die langfristige Hilfe weitergehen, um die Kinder besser vor künftigen Krisen zu schützen. Hier wird gerade ein kleiner Junge im Jemen von einem UNICEF-Helfer untersucht.
© UNICEF/UN050302/Al-Zikri

So unterschiedlich die Länder und die Hintergründe auch sind – ihnen allen gemeinsam ist, dass die Situation der Kinder am Rande einer humanitären Katastrophe ist.

Gemeinsam mit seinen Partnern setzt UNICEF alles daran, die Hilfe schnell auszuweiten und eine Tragödie wie 2011 in Somalia zu verhindern.

UNICEF ist in allen betroffenen Ländern vor Ort und leistet umfangreiche Hilfe. Mit seinen Partnerorganisationen sorgt die Organisation für sauberes Trinkwasser und kümmert sich darum, dass Kinder untersucht, geimpft und behandelt werden.

Darüber hinaus richtet UNICEF Notschulen ein und organisiert psychosoziale Hilfe, damit die Mädchen und Jungen nicht nur überleben, sondern auch unter schwierigen Umständen eine Kindheit und eine Zukunft haben können.

Auch die Stiftung United Internet for UNICEF unterstützt nach Kräften die Projekte gegen die Hungerkrise, damit die Kinder in Afrika und Jemen eine Zukunft haben. Helfen Sie uns dabei! 


„Diese erneute Hungersnot hat sich in Teilen des Südsudans, sowie in Somalia, Nigeria und im Jemen zu einer tragischen Realität entwickelt. Viele Familien haben alle Mittel, die sie am Leben halten, erschöpft“, kommentiert Tessa Page, Stiftungsvorsitzende von United Internet for UNICEF.

„Für mehr als eine Million Kinder läuft die Zeit ab“, sagt Anthony Lake, Exekutivdirektor des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen. „Noch können wir viele Leben retten.“ Helfen Sie mit!

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