HUNGERSKRISE IN AFRIKA UND JEMEN: MILLIONEN KINDER IN LEBENSGEFAHR!

Dienstag, 26. Juni 2018, 00:00 Uhr von Susanne Stocker 0 Kommentare
Hungersnot in Afrika

Insgesamt sind über 2 Millionen Kinder von der Hungersnot betroffen.
© UNICEF

Wegen der schweren Hungerkrisen in mehreren afrikanischen Ländern sowie im Jemen ist das Leben von Kindern in akuter Gefahr. Millionen Kinder sind am Horn von Afrika, im Südsudan, in der Tschadsee-Region, der Demokratischen Republik Kongo und im Jemen lebensbedrohlich mangelernährt. Weltweit sind sogar 22 Millionen Kinder von Hunger betroffen.

Viele Kinder und Jugendliche können nicht zur Schule gehen, weil sie nach Nahrung suchen müssen. Millionen von Kindern benötigen lebensrettende Impfstoffe, Medikamente und Gesundheitsfürsorge. Wir erleben zurzeit eine der größten Hungerkrisen der Geschichte.

UNICEF ist vor Ort um die betroffenen Kinder mit Ernährung, sauberem Wasser und Gesundheitsmaßnahmen zu versorgen. Wir setzen Ihre Spenden hierfür ein:  

  • Erdnusspaste als lebensrettende, gebrauchsfertige therapeutische Nahrung (RUTF)
  • Screenings auf Unterernährung
  • Gesundheitsversorgung wie Impfungen und Medikamente gegen Infektionen
  • Sauberes, sicheres Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen um Durchfallerkrankungen vorzubeugen
  • Schutz und Betreuung für Kinder
  • Zugang zu Bildung

SITUATION DER KINDER IN DEN EINZELNEN LÄNDERN

Demokratische Republik Kongo

Die Kinder werden durch ethnische Gewalt sowie Zusammenstöße zwischen Armee, Milizen und bewaffneten Gruppen vertrieben. Diese Vertreibung und Gewalt hat zu einer Ernährungs- und Gesundheitskrise geführt. Hunderttausende Kinder in der Region haben keinen Zugang mehr zu medizinischer Versorgung und Bildung.

Der Konflikt und die Hungerkatastrophe im Kongo haben sich in den letzte Monaten vor allem in der Provinz Kasai sehr verschärft. Für die Kinder spielt sich hier eine echte Tragödie ab: Die Gefahr, an Hunger zu sterben, ist für sie extrem groß.

Zwei Millionen Kinder im Kongo sind schwer mangelernährt. Ohne unsere Hilfe können sie diese Krise nicht überstehen - es droht eine Hungersnot.

Jemen

Mehr als eine Million Menschen sind an Cholera erkrankt, davon rund 250.000 Kleinkinder. Die Cholera-Ausbrüche werden im Rahmen der Nothilfe medizinisch aufgefangen.

Auch die gefährliche Diphtherie hat sich wieder ausgebreitet. Für ungeimpfte Kinder kann die Infektionskrankheit tödlich enden. UNICEF hat deshalb eine große Impfkampagne gestartet: Im ganzen Land sind 6.000 Impfhelfer unterwegs.

Der Großteil der UNICEF-Hilfsgüter wird über Hudaida in den Jemen gebracht. Mindestens 300.000 Kinder leben in Hudaida und dem direkten Umkreis. Und Millionen von Kindern im gesamten Land sind auf diese Lieferungen angewiesen, um zu überleben. Seit Anfang Juni steht Hudaida unter Beschuss. Die Versorgung über diesen Hafen wird durch die Gefechte extrem erschwert.

1,8 Millionen Kinder im Jemen leiden an Mangelernährung (auch Unterernährung genannt) und hungern. 400.000 von ihnen sind sogar schwer mangelernährt.

Südsudan

Die Regierung des Südsudan erklärte im Februar 2017 in Teilen des Landes eine Hungersnot. Wegen des seit 2013 herrschenden Bürgerkriegs sind inzwischen über eine Million Kinder auf der Flucht. 

Die ausgerufene Hungersnot wurde zwar Mitte 2017 offiziell für beendet erklärt. Aber noch immer hungern mehr als fünf Millionen Menschen. Darunter sind über eine Million Kinder unter fünf Jahren.

Krankheiten wie Masern und Malaria sind eine ständige Bedrohung, vor allem für die Kinder. Noch dazu kommt es in manchen Teilen des Landes immer wieder zum Ausbruch der Cholera.

Somalia und Horn von Afrika

Tausende Mädchen und Jungen sind auf der Flucht vor Krieg, Dürre, Hunger und Krankheiten.

Ungefähr 1,2 Millionen Kinder in Somalia haben nicht genug zu essen. UNICEF schätzt, dass 230.000 von ihnen sogar in Gefahr einer akuten Mangelernährung sind.

Auch andere Länder am Horn von Afrika wie Äthiopien und der Norden von Kenia sind betroffen: Dort rechnet UNICEF mit über 300.000 (Äthiopien) und 100.000 (Kenia) schwer akut mangelernährten Kindern.

Nigeria und Tschadsee-Region

In Folge von Attacken durch die Terrorgruppe Boko Haram und Gegenoffensiven der Regierungen sind Millionen Menschen im Nordosten Nigerias sowie in der Region rund um den Tschadsee (Niger, Tschad, Kamerun) auf der Flucht.

Alleine 4,4 Millionen Kinder brauchen dringend Obdach, Sicherheit und Nahrung. Die Mädchen und Jungen sind in Gefahr, von den Rebellen rekrutiert und als Soldaten, Selbstmord-Attentäter oder Kriegssklaven missbraucht zu werden.

Hungersnot: Kinder leiden Hunger im Jemen

Gleichzeitig muss die langfristige Hilfe weitergehen, um die Kinder besser vor künftigen Krisen zu schützen. Hier wird gerade ein kleiner Junge im Jemen von einem UNICEF-Helfer untersucht.
© UNICEF/UN050302/Al-Zikri

So unterschiedlich die Länder und die Hintergründe auch sind – ihnen allen gemeinsam ist, dass die Situation der Kinder am Rande einer humanitären Katastrophe ist.

Gemeinsam mit seinen Partnern setzt UNICEF alles daran, die Hilfe schnell auszuweiten und eine Tragödie wie 2011 in Somalia zu verhindern.

UNICEF ist in allen betroffenen Ländern vor Ort und leistet umfangreiche Hilfe. Mit seinen Partnerorganisationen sorgt die Organisation für sauberes Trinkwasser und kümmert sich darum, dass Kinder untersucht, geimpft und behandelt werden.

Darüber hinaus richtet UNICEF Notschulen ein und organisiert psychosoziale Hilfe, damit die Mädchen und Jungen nicht nur überleben, sondern auch unter schwierigen Umständen eine Kindheit und eine Zukunft haben können.

Auch die Stiftung United Internet for UNICEF unterstützt nach Kräften die Projekte gegen die Hungerkrise, damit die Kinder in Afrika und Jemen eine Zukunft haben. Helfen Sie uns dabei! 

„Diese erneute Hungersnot hat sich in Teilen des Südsudans, sowie in Somalia, Nigeria und im Jemen zu einer tragischen Realität entwickelt. Viele Familien haben alle Mittel, die sie am Leben halten, erschöpft“, kommentiert Tessa Page, Stiftungsvorsitzende von United Internet for UNICEF.

„Für mehr als eine Million Kinder läuft die Zeit ab“, sagt Anthony Lake, Exekutivdirektor des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen. „Noch können wir viele Leben retten.“ Helfen Sie mit!

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