Weltfrauentag: Drei Länder, drei Geschichten

Balou (15) aus dem Niger geht das erste Mal zur Schule.
© UNICEFJedes Jahr am 8. März wird weltweit der Internationale Frauentag oder auch Weltfrauentag gefeiert. Entstanden ist er in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg im sozialistischen Umfeld, um Gleichberechtigung für Frauen zu erreichen. Die Vereinten Nationen begehen ihn seit 1975.
Wahlrecht, Schulbildung, freie Wahl von Beruf und Ehepartner, umfassender Gesundheitsschutz ... Was für Frauen in Deutschland und vielen westlichen Ländern völlig normal ist, bleibt in anderen Regionen dieser Welt für zahlreiche Mädchen und Frauen noch Wunschdenken.
Die folgenden drei Geschichten zeigen eindrucksvoll, dass Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt unsere Unterstützung auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben brauchen:

Dyana arbeitet auf den Feldern im Libanon.
© UNICEFDyana (13) ist mit ihren Eltern vor fünf Jahren aus Syrien in den Libanon geflohen. Sie hat noch nie eine Schule besucht und kann weder lesen noch schreiben. Seit sie im Libanon lebt, arbeitet sie auf den Feldern. Dort erntet sie beispielsweise Kartoffeln oder Gurken, um ihre Familie zu unterstützen. Wenn sie zuhause ist, kümmert sie sich zusätzlich um ihre Geschwister. Sie stellt sich eine Schule wunderschön vor. Mit Bildern von Mädchen und Jungen an den Wänden.

Christina musste heiraten als sie 13 Jahre alt war.
© UNICEFChristina (14) aus Tansania musste im Alter von 13 Jahren heiraten. Bis zur siebten Klasse konnte sie noch zur Schule gehen, seit der Hochzeit heißt es für sie: Feldarbeit und Versorgung von Mann, Schwager und Schwiegermutter. Bereits mit zwölf wurde das Mädchen beschnitten. "Meine Mutter sagte mir, das sei normal, also hatte ich keine Angst", schildert Christina das Erlebte. "Nach den schweren Schmerzen denke ich jedoch: Beschneidung kann nicht natürlich sein."

Von den Eltern zur Prostitution gezwungen.
© UNICEFDie achtjährige Minda (Name geändert) sitzt in ihrer neuen Unterkunft auf den Philippinen. Gemeinsam mit ihren sieben Geschwistern wurde sie bei eine Polizei-Razzia gegen Online-Kriminalität gerettet. Ihre Eltern hatten sie und ihre ältere Schwester gezwungen, mit Live-Pornografie im Internet Geld zu verdienen. Die Eltern hatten ihre Arbeit in einer Fabrik verloren und daraufhin die beiden Töchter für den Familienunterhalt missbrauchen lassen. In der neuen Unterkunft konnten die Mädchen wieder Hoffnung schöpfen und ihre Ausbildung fortsetzten.

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Stiftung United Internet for UNICEF