16 MILLIONEN KINDER VON ÜBERSCHWEMMUNGEN IN ASIEN BETROFFEN

Samstag, 2. September 2017, 00:00 Uhr 0 Kommentare
Monsun in Asien: Mädchen aus Nepal im heftigen Monsunregen

© UNICEF/UN076040/Shrestha

Die wochenlangen Monsunregenfälle in Asien haben die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen zerstört. UNICEF schätzt, das rund 16 Millionen Kinder und ihre Familien dringend lebensrettende Hilfe brauchen.

“Kinder haben ihr Zuhause, ihre Schulen, Freunde und Angehörige verloren. Es besteht die Gefahr, dass das Schlimmste noch nicht überstanden ist, da mit weiteren Regenfällen und Überschwemmungen gerechnet werden muss”, sagte Jean Gough, UNICEF-Regionaldirektor für Südasien.

Seit Mitte August wurden 1.288 Tote gezählt. Über 45 Millionen Menschen sind von der Naturkatastrophe betroffen. Weil Straßen, Brücken, Eisenbahntrassen und Flughäfen beschädigt wurden, sind zahlreiche Gebiete von der Außenwelt abgeschlossen. Die Kinder brauchen dringend sauberes Wasser und Hygieneartikel um die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern. Weiter brauchen sie Nahrung und sichere Orte in den Notunterkünften.

Monsun in Asien: Gruppe von Kindern im Überschwemmungsgebiet in Indien

Wochenlanger Regen infolge des Monsuns hat viele Menschen obdachlos gemacht, so wie hier im Kulari Village im Saptari-Bezirk, Indien. Sie sind jetzt auf Hilfe angewiesen.
© UNICEF/UN076170/Shrestha

“Viele Schulen sind zerstört oder schwer beschädigt. Dies bedeutet, das Hunderttausende Kinder in den kommenden Wochen nicht zur Schule gehen können”, sagte Gough. “Es ist sehr wichtig, dass die Kinder schnell wieder zur Schule gehen können, damit sie ein Stück Normalität zurückgewinnen, während alles andere im Chaos versinkt.”

In Bangladesch sind allein acht Millionen Menschen von den Fluten betroffen, darunter drei Millionen Kinder. Fast 700.000 Häuser und rund 2.300 Schulen sind beschädigt oder zerstört. Gefährliche Durchfallerkrankungen verbreiten sich.

UNICEF unterstützt die Reinigung und die Reparatur zehntausender Brunnen und stellt Tabletten zur Wasserreinigung, Hygieneartikel, Wasserkanister und Seife zur Verfügung. Gemeinsam mit den lokalen Behörden organisiert UNICEF die Einrichtung von Notschulen, so bald die Wasserstände zurückgehen. Kinder erhalten Lernutensilien.

Monsun in Asien: UNICEF-Mitarbeiter im Überschwemmungsgebiet in Nepal

Nonstop im Einsatz: UNICEF-Mitarbeiter wie Bodh Narayan Shrestha sind nach schweren Regenfällen in den akuten Überschwemmungsgebieten unterwegs, um so viele Kinder wie möglich mit schneller Hilfe zu erreichen.
© UNICEF Nepal

In den Flutgebieten wird eine Impfkampagne gegen Masern und Tetanus vorbereitet. 80.000 Kinder unter fünf Jahren sollen in den nächsten Tagen geimpft werden. Die Familien erhalten auch Informationen, wie sie ihre Kinder vor Mangelernährung schützen können. UNICEF verteilt Materialien zur Wasserreinigung, Wasserkanister, imprägnierte Moskitonetze, Hygieneartikel, Plastikplanen sowie Medikamente zur Behandlung von Durchfallerkrankungen.

In Indien sind in den vier nördlichen Bundesstaaten 31 Millionen Menschen von den Fluten betroffen, darunter 12,3 Millionen Kinder. Über 800.000 Häuser sind unbewohnbar. Mehr als 15.000 Schulen wurden beschädigt.

UNICEF unterstützt die Behörden in den betroffenen Bundesstaaten Assam, Bihar und Uttar Pradesch bei der Planung und Koordination von Hilfsmaßnahmen. In Bihar wurden über neun Millionen Menschen durch eine Informationskampagne zu sauberem Trinkwasser und Hygiene erreicht.

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