NOTHILFE: CHOLERA-EPIDEMIE IM JEMEN

Ein kleiner Junge liegt mit schwerem Durchfall im Krankenhaus im Jemen

Ein kleiner Junge liegt mit schwerem Durchfall im Krankenhaus in Sanaa, Jemen.
© UNICEF/UN065873/Alzekri


Jemen ist "die größte humanitäre Krise der Welt" - 27 Millionen Menschen brauchen humanitäre Hilfe. Deswegen verstärken UNICEF, WFP und WHO ihre Zusammenarbeit im Jemen. Mit über 690.000 Cholera-Verdachtsfällen und über 2.000 Todesfällen ist die Cholera im Jemen zur weltweit größten Epidemie geworden. Eine landesweite Kampagne mit rund 40.000 freiwilligen Helfern soll der Cholera Einhalt gebieten. 


Für Kinder im Jemen ist Cholera eine tödliche Gefahr: Cholera ist eine schwere bakterielle Erkrankung, die durch verunreinigtes Wasser oder Nahrung hervorgerufen wird. Unbehandelt trocknet Cholera den Körper sehr schnell aus, das ist besonders für Kleinkinder lebensbedrohlich. Fast alle Gebiete im bürgerkriegserschütterten Jemen sind mittlerweile von der Epidemie betroffen. 

Die lebenswichtigen Gesundheits-, Wasser- und Sanitärversorgungen sind durch mehr als zwei Jahre Feindseligkeiten stark beeinträchtigt. So konnten ideale Bedingungen für die Ausbreitung der Krankheit entstehen. 

Mit der beginnenden Regenzeit hat sich die Situation verschärft, da Abwässer durch Müll und Unrat fließen und das Grundwasser verunreinigen. Die freiwilligen Helfer verteilen Seifen, orale Rehydrationssalze und Informationen zur Prävention und Behandlung an private Haushalte. 

Hinzu kommt, dass das Land am Rand einer Hungersnot steht. Über 60 Prozent der Bevölkerung können sich nicht ausreichend ernähren, fast zwei Millionen Kinder sind akut mangelernährt. Dadurch werden sie nochmal anfälliger für eine Cholera-Infektion. 

Krankenhäuser und Behandlungszentren haben zu kämpfen, um die große Zahl der Patienten, die aus allen Ecken des Landes kommen, zu bewältigen. Kinder müssen teilweise auf den Böden der Stationen ausharren, viele haben Schmerzen oder sind extrem geschwächt. Es fehlt an Medikamenten, Infusionen, Ärzten und Pflegepersonal.

Kinder müssen teilweise auf den Böden der Stationen ausharren.

Kinder müssen teilweise auf den Böden der Stationen ausharren. 
© UNICEF


UNICEF unterstützt medizinische Einrichtungen im Jemen durch die Bereitstellung von dringend benötigten Medikamenten, Zucker-Salz-Mischungen gegen Durchfall und Wasserbehandlungstabletten. 

626 Stellen zur Behandlung und Rehydratation wurden im ganzen Land bisher eingerichtet. Hier werden Patienten gezielt behandelt, um eine weitere Ausbreitung der Cholera zu stoppen.

UNICEF sichert zudem die Trinkwasserversorgung von Millionen von Menschen im Jemen. 

UNICEF sichert die Trinkwasserversorgung von Millionen von Menschen im Jemen.

UNICEF sichert die Trinkwasserversorgung von Millionen von Menschen im Jemen. 
© UNICEF


Wir von der Stiftung United Internet for UNICEF bitten Sie dringend um Ihre Unterstützung. Die Lage der Kinder und Frauen im Jemen ist katastrophal, das Land befindet sich im Ausnahmezustand. 

Frauen und Kinder sind die Ersten, die den Preis bezahlen müssen. Sie sind die Schwächsten und als Erste vom Choleratod betroffen. Bitte helfen Sie uns. 100 Prozent Ihrer Spende geht – wie immer – direkt an UNICEF. Sie können sich darauf verlassen.