GLEICHBERECHTIGUNG VON MÄDCHEN

Mädchen sind besonders verletzlich. In vielen Ländern gelten sie weniger als Jungen, müssen sexuellen Missbrauch, Beschneidung/Genitalverstümmelung oder Übergriffe wie Säureattentate erdulden. Auch die Familie ist oft kein sicherer Ort: In vielen Ländern werden Mädchen schon als Kinder zur Heirat gezwungen.

Die Stiftung United Internet for UNICEF unterstützt UNICEF dabei, Einrichtungen, die die Opfer medizinisch und psychologisch betreuen aufzubauen. In den Gemeinden unterstützt UNICEF Frauengruppen und Kinderschutzkomitees. Sie engagieren sich für Gleichberechtigung und schlagen Alarm bei Gefahr. Sie warnen zum Beispiel die Eltern, wenn angeblich wohlmeinende Schlepper Mädchen aus dem Dorf gute Jobs in der Stadt versprechen.

Auch hilft United Internet for UNICEF bei Bildungsprogrammen, ermöglicht Projekte zur Aufklärung und stärkt das Selbstbewusstsein und die Selbstbestimmung von Mädchen. 

Mädchen Straßenkinder

Sharmina (links) zeigt den Verschlag, in dem sie früher gelebt hat.
© Silke Fock-Kutsch

VON DER STRASSE IN DIE SCHULE

„Einmal wollten Männer mich kaufen“, erinnert sich die 13-jährige Sharmina zurück. Fünf Jahre lang schlug sich das Mädchen alleine auf den Straßen von Dhaka, Bangladesch, durch – ständig auf der Hut vor Gewalt und Missbrauch. Ihr Essen suchte sie sich oftmals aus dem Müll zusammen.

Sharmina hatte es nie leicht. Sie lief von zu Hause weg, weil ihr drogensüchtiger Vater sie täglich verprügelte. Ihre Mutter hat sie nie kennengelernt. „Ich habe gestohlen, im Hafen schwere Lasten getragen, gebettelt, auf der Straße geschlafen“, beschreibt sie ihr Überleben.

HOFFNUNGSVOLL IN DIE ZUKUNFT

Heute kann Sharmina wieder Kind sein, statt täglich ums Überleben zu kämpfen. In einem Kinderzentrum in Dhaka hat sie endlich einen sicheren Schlafplatz gefunden. Sie geht nun sogar in die zweite Klasse – und ist dort eine der besten Schülerinnen. UNICEF fördert Anlaufstellen und provisorische Schulen in vielen großen Städten Bangladeschs.

„Ich habe das Gefühl, alles ist möglich. Hier kann ich lernen, spielen, tanzen und singen“, sagt Sharmina.
Das entwurzelte Straßenmädchen fand eine soziale Großfamilie mit neun Erzieherinnen und rund 60 anderen Mädchen. Wenn sie groß ist, möchte sie Lehrerin werden.

Spielen im Kinderzentrum

Spielen und einfach Kind sein – im Kinderzentrum ist das möglich.
© Silke Fock-Kutsch


Über 60 Prozent der Mädchen heiraten, bevor sie 18 sind, 14 Prozent sogar vor ihrem 15. Lebensjahr.

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