Aidswaisen

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Kinder und AIDS

Aids trifft immer mehr Kinder: Rund vier Millionen Kinder unter 15 Jahren sind bereits an den Folgen von Aids gestorben. Gut 25 Jahre nach dem Ausbruch der Epidemie haben sich weltweit mehr als zwölf Millionen junge Menschen unter 24 Jahren mit dem HI-Virus angesteckt, darunter 2,2 Millionen Kinder unter 15 Jahren. Zwischen 2001 und 2004 wuchs die Zahl der Kinder, die einen oder beide Elternteile durch die Krankheit verloren haben, von 11,5 auf 15 Millionen. Die meisten dieser Waisen - zwölf Millionen - leben in Afrika.

In vielen Dörfern im südlichen Afrika ist die mittlere Generation weggestorben. Es sind vor allem die Großmütter, die sich um die Waisen kümmern. Immer mehr von ihnen sind jedoch ganz auf sich allein gestellt. Viele HIV-positive Kinder erhalten keinerlei medizinische Behandlung. So sterben viele schon in den ersten zwei Lebensjahren. Eine große Herausforderung ist es zudem, die Mutter-zu-Kind-Übertragung des Virus zu stoppen. Besonders in ländlichen Regionen fehlt es an Medikamenten und ausgebildeten Helfern. Und noch längst nicht alle schwangeren Frauen werden durch Vorsorgeuntersuchungen erreicht.

 

Was ist zu tun?

Versorgung für Waisen organisieren

UNICEF hilft den Dorfgemeinschaften, die wachsende Zahl der Waisen zu versorgen. So bildet UNICEF Freiwillige zu Dorfhelfern aus. Sie besuchen von Aids betroffene Familien, helfen bei der Krankenpflege und im Haushalt. In von UNICEF unterstützten Tagesstätten werden jüngere Waisen tagsüber betreut. Ältere Kinder erhalten von UNICEF Schulmaterial, damit sie weiter lernen können.

Mutter-zu-Kind-Übertragung des Virus verhindern

Die meisten HIV-positiven Kinder haben sich bereits im Mutterleib, bei der Geburt oder durch das Stillen infiziert. UNICEF hilft, schwangere Frauen zu beraten und sie mit dem Medikament Nevirapin zu versorgen. Es senkt das Risiko einer Ansteckung für das Baby deutlich.

Versorgung HIV-positiver Kinder verbessern

UNICEF setzt sich intensiv dafür ein, dass HIV-positive Kinder besser versorgt werden und Zugang zu virenhemmenden Medikamenten erhalten. UNICEF schult Gesundheitshelfer in der Betreuung HIV-positiver Kinder und stattet Krankenhäuser mit Medikamenten und Geräten aus. Wichtig ist es auch, dass Neugeborene so früh wie möglich auf HIV getestet werden.

Über den Schutz vor Aids aufklären

Wissen ist der einzige Schutz vor Aids. UNICEF entwickelt deshalb Aufklärungsmaterial und bildet Jugendliche aus, die an Schulen über den Schutz vor einer Ansteckung informieren. Gemeinsam mit Selbsthilfegruppen HIV-positiver Menschen kämpfen sie zudem gegen die häufige Diskriminierung von Aids betroffener Kinder.

Projekte

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