NIKOLAUSTAG AUF DEN PHILIPPINEN

6. Dezember 2016 von Tessa Page 0 Kommentare
Nikolaus auf den Phillippinen

Auch auf den Philippinen freuen sich Kinder auf den Nikolaus.
© Jill Ullrich

Auch auf den Philippinen freuen sich Kinder auf den Nikolaus.

Nicht nur in Deutschland fiebern Kinder dem Nikolaustag als Vorboten für Weihnachten entgegen. Auch für die meisten philippinischen Kinder ist es ein fröhlicher Tag. Denn bereits im Sommer freuen sie sich auf Weihnachten und den heiligen Nikolaus.

Erinnern Sie sich? Am 7. November 2013 traf die Philippinen der Taifun Haiyan, als einer der stärksten, je gemessenen Wirbelstürme. Gemeinsam mit Ihnen und UNICEF konnten wir knapp sieben Millionen Euro sammeln und den in Not geratenen Kindern helfen. Nun, drei Jahre später habe ich die philippinische Stadt Tacloban besucht, um mich zu überzeugen, dass Ihre Spenden an United Internet for UNICEF zu 100 Prozent dort angekommen sind, wo sie gebraucht wurden. Und das sind sie!

Viele Kinder brauchen noch Hilfe

Die Kluft zwischen reicher Oberschicht und einer ärmeren Mehrheit ist enorm.
© Jill Ullrich

Arbeit geht weit über Haiyan hinaus

Doch die Naturkatastrophe ist nicht die einzige Arbeit, der sich UNICEF vor Ort widmet. Unermüdlich setzt sich UNICEF Philippinen für Kinderrechte ein, insbesondere für den Schutz vor sexuellem und körperlichem Missbrauch, Kinderhandel und Pornografie. Die Wahrung der Rechte gestaltet sich sehr schwierig, da es an einer nationalen Kinderschutzüberwachung und einem Reporting-System fehlt.

Was ich vor Ort gesehen und erlebt habe, hat mich entsetzt: Obwohl die Philippinen einen wirtschaftlichen Aufschwung erleben, ist die Kluft zwischen reicher Oberschicht und einer ärmeren Mehrheit enorm. 40 Prozent der Bevölkerung, die Hälfte davon Kinder, leben unterhalb der Armutsgrenze von weniger als 1,50 Euro pro Tag. Hier beginnt die Ausbeutung: Um ihre Familien mit zu versorgen, werden viele Kinder gezwungen, hart in der Landwirtschaft oder Industrie zu arbeiten.

Internet-Pornografie als gewissenlose Ausbeutung

Die Armut hat die Philippinen zu einem der schnellstwachsenden Länder im Geschäft der Internet-Pornografie gemacht. Immer mehr Jungen und Mädchen werden gewissenlos ausgebeutet und zur Prostitution gezwungen. Damit wächst die Zahl der HIV-Infektionen ebenfalls. Katherine (9 Jahre), Louise (11 Jahre), Jasper (14 Jahre) und Rodrigo (10 Jahre) sind aus Quezon City, ein Stadtteil von Manila. Diese Kinder sind Opfer der sexuellen Ausbeutung im Internet, sowie Tausende andere Jungen und Mädchen im Land.

Pornografie auf den Philippinen

Armut lässt die Internet-Pornografie stark wachsen.
© Jill Ullrich

Müllberge als Arbeitsplatz und Lebensrisiko

Auch riskieren viele Kinder jeden Tag ihr Leben auf Müllbergen um wiederverwertbares Material zu suchen. Die Arbeit ist nicht nur gefährlich, sondern mit Krankheiten wie Atemwegsinfektionen, Lungenentzündung, Durchfall und Tuberkulose verbunden. Die Lebensbedingungen sind kaum besser: Kein fließendes Wasser oder Abwasser und Müll, der aus der Deponie an den Häusern angespült wird, sind an der Tagesordnung. Der Geruch des Mülls haftet in der Kleidung und den Haaren – deswegen werden Kinder, die das Glück haben zur Schule gehen zu können, diskriminiert.

Müll ein echtes Problem

Müll aus der Deponie wird an den Häusern angespült.
© Jill Ullrich

UNICEF arbeitet mit dem klaren Ziel, eine schützende Umgebung für Kinder aufzubauen, die Rechte von Kindern zu etablieren. Dazu gehören:

  • Übergangshäuser und Rettungsmaßnahmen für missbrauchte und gehandelte Kinder
  • Verbesserung der Durchsetzung von Gesetzen zum Schutz des Kindes und der Strafverfolgung der Täter, Aufklärung und Prävention
  • Durch Gemeinschaftsbildung Integration von Sicherheitsmeldungen in Lehrpläne und Stärkung der Unterstützung von Familien und Gemeinden
  • Risikogruppen in armen, ländlichen Gebieten identifizieren, die für Netzwerke des Kinderhandels empfänglich sind, damit gezielte Maßnahmen ergriffen werden können
  • Dienstleistungen für Kinder, mit von UNICEF gestellten Lieferungen und Unterrichtsmaterialien (Kleidung, medizinische Betreuung, Nahrungsmittel, Gruppen- und Einzeltherapie, Grundausbildungen).

 

Aber für viele Jungen und Mädchen ist das Leben weiterhin ein Teufelskreis aus Armut, Gefahr, Verzweiflung und Ausbeutung. Es gibt noch viel zu tun. Mit Ihrer Hilfe, können wir das Leiden der Kinder lindern und sie vor Missbrauch bewahren.

Werden Sie zusammen mit uns UNICEF-Pate und unterstützen Sie das Recht auf Unversehrtheit dieser Kinder.

 

United Internet verdoppelt Ihre ersten 3 Monatsbeiträge

Stehen Sie als UNICEF-Pate gemeinsam mit uns Kindern zur Seite. Helfen Sie uns dabei, Kindern in Krisen- und Kriegsregionen zu schützen und ihnen eine Zukunft zu ermöglichen. Wenn Sie sich bis zum 31.12.2016 für eine Patenschaft entscheiden, verdoppelt die United Internet AG Ihre ersten drei Monatsbeiträge bis zu einer Spende von 100 € im Monat.*

Recht auf Unversehrtheit

Jedes Kind hat das Recht auf Unversehrtheit.
© Jill Ullrich

Auch eine einmalige Spende kann viel bewirken. Schon mit beispielsweise sechs Euro erhält ein Kind eine wärmende Decke für den Winter. 

 

Mit herzlichen Grüßen zum Nikolaustag

Ihre
Tessa Page

* nur für neue Patenschaften im Aktionszeitraum bis zum 31.12.2016

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